Gaaaanz weit weg !

Ein Jahr am anderen Ende der Welt

18Juni
2016

Back home.... das Ende meiner Reise

Hallo,

Hier kommt jetzt der letzte Abschnitt meiner Reise: die Heimkehr.

 

Am Dienstag Nachmittag bin ich mit dem Bus wieder zurück nach Auckland gefahren. Abends war ich noch  Souvenirs shoppen. Am Mittwoch bin ich ins SeaLife Auckland gefahren, weltweit übrigens auch einer der ersten Unterwassertunnel der Welt. Dort konnte man allerhand Getier angucken, jede Menge Pinguine in einem relativ kleinen Gehege und viele andere einheimische Tiere und Fische. Mein persönliches Highlight waren mal wieder die Stingrays, also Stachelrochen.  Die haben mal eben ne "Flügelspanne" von bis zu 180 cm. Der Tunnel war durch mehrerer Becken gebaut. Sehr cool gemacht, man konnte sich einfach auf ein Förderband stellen und wurde dann da durch gefahren.

 

Und dann ging es auch schon mit etwas Bauchschmerzen in die Nacht, denn Donnerstag ging es schon zurück nach Deutschland.  Nach 11 Stunden zwischen 2 Koreaner ging es zum Lay-Over in ein Hotel in Seoul/Incheon. Man wurde mit einem Idiotensticker versehen und stieg in einen Bus. Wir fuhren 30 Minuten von der Flughafeninsel in die City von Incheon. Dort wurden wir zu einem 4* Hotel geliefert, bekamen Wertmarken fürs Essen und unsere Zimmerkarten. Endlich ein Zimmer gaaanz alleine und was für eins! Nachdem ich erstmal alles erforscht, fotografiert und ausprobiert habe, bin ich eine Runde raus gegangen. Es gab vor allem hohe Häuser zu bewundern, bei meinem Glück wurde ich auch gleich von Zeugen Jehovas angequatscht…irgendwie zieh ich die an.

Das Abendessen war mehr als üppig, großes Buffet mit koreanischen und europäischen Essen. Ich habe noch länger mit einer Deutschen gesprochen, bevor ich in meine Badewanne mit Whirlpoolfunktion gestiegen bin. Es war einfach mega lustig. Morgens ging es nach einem wieder megamäßigen Frühstücken zum Flughafen zurück. Das Hotel hat mich keinen Cent gekostet.

 

Am Flughafen saß ich mit 2 anderen Deutschen rum und wir haben im Duty-Free etwas megateuren Whiskey probiert ?

So insgesamt konnte man den Stopover gut aushalten, man wird ja trotzdem etwas ungeduldig, eigentlich will man ja nun endlich nach Hause.

 

Also noch mal 12 Stunden im Flieger verbracht, er war schön leer, ich hatte die komplette Reihe für mich alleine und konnte noch etwas schlafen. Nach der Landung ging's mit dem Zug zurück, leider hatte meine Family schon rausbekommen, dass ich unterwegs war, dadurch war diese Überraschung schon kaputt. Also war ich dann so gegen 0 Uhr am 11.6 auch wieder zu Hause, nach ziemlich genau 10 Monaten.

 

Und weil die erste Überraschung nicht geklappt hatte, ging es gleich weiter zu einem Überraschung-Geburtstagsbesuch. Diesmal hatte niemand die geringste Ahnung, hab selten jemanden sich so freuen gesehen.

 

Und nun bin ich schon wieder eine Woche zuhause, der Jetlag ist weg und ich schlafe auch wieder normal. Hab schon einige Leute besucht, wurde oft nicht wiedererkannt, hab auch schon zuhause einiges gearbeitet, der Rucksack ist zwar leer, aber noch nicht aufgeräumt. Es geht also mit Highspeed weiter, gammeln kann ich auch noch später.

 

Und weg kann es jetzt auch schon wieder gehen…

 

 

P.S.  Vielen Dank an Alle, die meinen Blog gelesen und verfolgt haben, mal ein Kommentar als Ermutigung oder einfach so hinterlassen haben, es hat mir Spaß gemacht und doch auch relativ regelmäßig funktioniert. Und ich entschuldige mich auch nochmal für die vielen Kuhbilder und Geschichten. Ich freu mich drauf euch alle bald weder persönlich zu treffen.

 

Also ein letztes Mal,

 

Tschüss,
eure Ronja jetzt wieder aus Deutschland.

 

06Juni
2016

The Far North

Hi Friends,

 

Eine kleines Update von mir…

 

Ich bin am Samstag, also an meinen Geburtstag, mit dem Bus nordwärts gefahren. Wir haben einen Stopp an 2 einheimischen Kauri-Blumen gemacht (spricht man auch ganz deutsch aus, nur das R wird leicht gerollt). Früher gab's fast nur diese Bäumer hier, aber die Engländer haben sie großflächig abgeholzt, es wächst sehr langsam und hat dadurch eine große Dichte, aber schwimmt auf dem Wasser. Die Bäumer sind nun geschützt, aber es dauert natürlich, bis so was nachwächst.

 

Diese Bäumer hier sind ca. 2000 Jahre alt.

 

Dann ging es weiter nach Paihia (pai=maori für gut, kommt von:" It's pai here). Und es ist wirklich schön hier, die Gegend nennt sich Bay of Islands, denn es liegen 144 Inseln in dieser großen Bucht. Hier liegt auch Russell, Neuseelands erste Hauptstadt.

 

Am Sonntag ging es dann in einer geführten Bustour zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt von Neuseeland, wo sich der Pazifik und das Tasmanische Meer treffen. (Ganz passend dazu eins meiner momentanen Lieblingslieder: Oceans von Hillsong). Es war ganz nett, wir sind durch einen anderen Kauriwald gelaufen, haben viel über die Maoris und die Geschichte gehört und waren sogar mit den Füße im Meer, für mehr wars zu kalt.

 

Am Cape selber war es etwas behangen, die Linie kann man auch nicht gut erkennen, aber das Tasmanische Meer ist deutlich dunkler als der Pazifik. Leider war die Zeit dort etwas kurz.

 

Dann ging es weiter zu megamäßigen Sanddünen, die wir mit einem Bodyboard runtergerutscht sind. Das hat Spaß gemacht, nur der Aufstieg ist anstrengend. Ein kurzes Video gibt es hier.

Danach ging es mit dem Bus durch ein flaches Flussbett bin an den Ninety-Miles-Beach, der allerdings nur 55 Meilen lang ist. Dieser Strand ist ein offizieller State Highway, also Tempolimit 100 km/h. Hin und wieder bleiben dort auch Autos stecken, weil die Flut zu schnell kommt oder sie auf den trockenen, weichen Sand fahren. Es war lustig, aber ist halt immer das gleiche auf fast 90 Kilometern.

 

Danach ging es zu einem Takeaway, lecker Fish&Chips essen und dann nach Hause. Ganzer Tag rum.

 

Den Montag hab ich mit schlafen und rumlaufen verbracht, das Wetter ist nicht so unheimlich einladend, das Wasser ist durch den Wind eher braun  als blau. Ich bin nach Waitangi gelaufen, dort wurde der berühmte Vertrag von Waitangi unterzeichnet, in dem die Maoris sich der englisch Krone unterstellten. Es gab danach sehr viel Streit und Krieg, da die englische Übersetzung den Briten das gesamte Land übergab, die Maoriübersetzung allerdings nicht. Ziemlich hinterlistig. Irgendwann hat sich die Queen auch dafür entschuldigt, aber ist halt einfach nicht nett gewesen. Man feiert im Februar auch den Waitangi Day, im Gedenken daran, der Vertrag hat ja auch Gutes gebracht.

 

Für morgen wurde leider mein Tauchgang abgesagt, das Wetter ist einfach zu schlecht. Man soll hier aber angeblich fast tropische Bedingungen haben, bunte Fische und Pflanzen. Schade. Wann anders  mal.

 

Zu meiner Freude gab es auch, passend zum Geburtstag, Steuerrückzahlungen. Knapp 600$, nimmt man immer gerne an.

 

Und meine neue Frisur kann man nun auch bewundern, hat nur 5,5 Stunden gedauert.

 

 

02Juni
2016

Einmal Sommer zum Mitnehmen, bitte

Huhu,

Ich mal wieder. Die letzte Woche habe ich mit rumhängen verbracht. Die Maschine zum Zwiebelsortieren funktionierte nicht wie sie sollte, sodass wir dauernd frei hatten. Leider immer nur mit einem "maybe we gonna work tomorrow". Allerdings haben wir nun den Regen der letzten Wochen nachgeholt, so dass wir nicht mal Kartoffeln roden konnten. Und einladend zum rausgehen ist das Wetter auch nicht. An einem Sonnentag bin ich zu den Port Hills gefahren (Hafen-Berge), die noch in Christchurch liegen, von dort hat man einen guten Blick über die Stadt und das Meer und sieht auch die schneebedeckten Gipfel der Southern Alps. Das brachte mich auf die Idee, dort auch mal hinzufahren, ich hab ja einen richtigen Winter übersprungen.

Dafür habe ich mir noch 3 andere deutsche Backpacker mitgenommen und wir sind wieder zum Mount Hutt gefahren, dort war ich ja schon mal im Sommer. Immer noch faszinierende Berge. Also sind wir wieder die steile Schotterpiste hochgedüst, teilweise mussten wir Schotterhaufen umkurven, da die Straße erneuert wurde. Zwischendurch haben wir nein paar Stopps gemacht und den Schlee und die Stille bewundert, bevor wir dann die Schneegrenze überquert haben. Wir hatten selbstverständlich keine Schneeketten drauf, aber der Weg zur Skipiste war grob geräumt und an den entscheidenden Stellen gab's auch Leitplanken(von denen wir keine Benutzung machen mussten). Oben angekommen war es kalt. Ich war ja vorbereitet, aber die anderen trugen teilweise kurze Hosen. Selbst schuld. Wir haben eine kurze Schneeballschlacht veranstaltet und haben Keas getroffen. Das ist eine neuseeländische Papageienart, sehen eher aus wie grüne dicke Vögel, wenn sie fliegen sieht man auch die rotorangen Federn. Sie sind ziemlich neugierig und machen alles kaputt was sie können. Also Autofenster hoch und nix unbeaufsichtigt lassen. Wir kamen auf nen Meter ran. Nach dem obligatorischen Schneeengel und Fotos ging's wieder zurück. War ja schon ziemlich kalt.


Alle anderen Tage habe ich oft mindestens bis mittags im Bett gelegen, mit Eulen von Zuhause geskypt und war schwimmen. Nach einigem Hin und Her hab ich nun auch mein Auto verkaufen können, mit Preisnachlass, aber wenigstens verkauft.


Am Mittwoch, also gestern, gab dann endlich Arbeit, der Motor ist angekommen und montiert. Allerdings haben 2 der Fidschianer andere Arbeit gefunden, sodass wir nur zu 4 an der Maschine waren. Also schön viel und schwer heben für alle. Ich hab heute unter anderem deswegen auch ordentlich Rückenschmerzen. Der andere Grund dafür ist aber mein Rucksack.


Ich habe gestern und heute umhergepackt, gewogen und wieder umhergepackt, ich hab einfach zu viel Zeugs. Heute morgen hab ich dann spontan nochmal Klamotten weggeschmissen und Essen verschenkt, um dann um halb 8 mit 21,4kg im Rucksack und ner übervollen Tasche am Flughafen einzuchecken. (Ich hatte für 20 im Voraus bezahlt, glücklicherweise hat die Dame ohne was zu sagen ein Auge zugedrückt.)

Nach einer kleinen Sicherheitskontrolle (keine Flüssigkeitsbegrenzung, ich hab's sogar geschafft, meine Messer und diesmal auch die Schere im Rucksack zu lassen) saß ich auch schon im Flugzeug nach Auckland, einen kleinen Gedanken daran verschwendent, ob man für 35€ auch sicher am Ziel ankommt. Ich hatte mir nen Fensterplatz reservieren lassen und es hat sich absolut gelohnt. Nach 1:20h im Flugzeug war ich -schwupps- in Auckland. Es war ganze 2 Grad wärmer als Christchurch (wo wir letzte Nacht Frost hatten).


Also in den nächste Bus Richtung Downtown und nach 40 min stand ich also wieder vorm Hostel, da wo alles begann. Bin sogar exakt im gleichen Zimmer wie vor 10 Monaten ?. Ich fands hier damals schon nicht so toll, aber hatte interessanter Weise noch 2 Nächte gut auf meiner Karte für diese Hostelkette, also muss ich die auch nutzen. Das ist und bleibt auch das unschönste Hostel, was ich bewohnt habe.
Auf dem Zimmer bin ich mit fast nur Deutschen (wen wunderts?), lustigerweise studierten 2 davon in Hannover und kommen aus Börry! und Hildesheim. So klein ist die Welt ?.
Den Tag habe ich mit Rumlaufen verbracht und der interessanten Erfahrung, einen Haarschnitt for free zu bekommen. Hier gibt es eine Friseurschule und die angehenden Friseure organisieren sich selber 'Modelköpfe', die Marke Wella stellt alle Utensilien. Leider konnte meine Dame nicht so wirklich so wie ich wollte, eigentlich sollten die blonden Spitzen ab und alles etwas grader, nun habe ich immernoch blonde, dafür grade und superweiche Haare. Und ne neue Erfahrungen gemacht.


Morgen steht noch ein anderer Friseurtermin an, diesmal etwas teurer, man darf gespannt sein. (Das was ich an Friseur in den letzen 15 Monaten gespart habe, kommt jetzt in 2 Tagen? in Zeit und Geld).
Und dann werde ich mich aufmachen in den hohen Norden, nochmal ein bisschen mein Busticket nutzen. Dort sollen es auch knapp an die 20 Grad werden, ist ja schon nen bisschen kalt so. Hoffentlich wirds nicht zu voll mit Leuten, habe festgestellt, das langes Wochenende ist, man feiert hier ja auch Queen's Birthday (obwohl der eigentlich später ist).
Mal sehn wie ich dann Ronja's Birthday verbringen werde.

Bis denne.

21Mai
2016

Über geteilte Zimmer, tonnenweise Zwiebeln und Langeweile

Hallo,

 

Hier passiert nicht soviel (fange ich eigentlich jeden Eintrag so an?), aber mal wieder genug um es aufzuschreiben.

 

Arbeitstechnisch bin ich in der Scheune, Kartoffeln sortieren. Samstag habe ich nur halb gearbeitet und Sonntag hatte ich auch frei. Dort habe ich mich mit Henri getroffen,  wir haben zusammen auf dem letzten Hof gearbeitet. Wir haben uns in ein Café gehockt und hatten uns auch mal wieder einiges zu erzählen. Wir saßen fast 4 Stunden da ?. Er arbeitet immer noch dort, ist aber relativ genervt von Kollegen und Chef, letzte Woche wurden die Kühe trockengestellt und nun gibt's nicht mehr viel zu tun.




Am Montag gab's neue Kollegen für mich. Ein israelisches Pärchen (24&25) sind hier auf dem Hof angekommen und wohnen so ziemlich mit hier in meinem Zimmer. Sie haben zwar ein eigenes Schlafzimmer in einem Gartenhäuschen, aber müssen halt meine Küche/Bad mitbenutzen. Das ist erstmal sehr komisch, weil ich dadurch ja im Prinzip keine Privatsphäre mehr habe, aber ganz langsam gewöhnen ich mich dran.

 

 

 

Mittwoch haben wir dann mit Zwiebel packen angefangen. An der Maschine arbeiten wir nun mit 6 Leuten, 3 von den Fidschis, 2 aus Israel und Ronja… Es ist sehr eintönige Arbeit, entweder sortiere ich oder nähe die 15kg-Säcke mit der Maschine zu.  Die Paletten werden mithilfe von Gittern 2m hoch gestapelt, 92 Säcke, also 1380 kg. In den letzten Tagen haben wir einen großen Überseecontainer gefüllt. Leider mache ich nun immer weniger Stunden, am Freitag haben wir nur bis Mittags gearbeitet und jetzt am Wochenende gar nicht. Leider gibt's hier auch nix wirklich zu tun, so dass ich hier eher Langeweile schiebe, hin und wieder mal schwimmen und shoppen gehe und sogar schon saubermache. Aus Langeweile ??. Das Wetter ist leider auch nicht wirklich einladend, es regnet und stürmt dauernd.

 

 


Gestern hab ich mal angefangen, Zettel zum Auto verkaufen aufzuhängen. Das muss ich jetzt wirklich loswerden, hab gestern gemerkt, dass ein Scheinwerfer nicht mehr funktioniert und ich möchte noch einen ordentlichen Preis dafür kriegen, wird eh schon schwierig genug, weil momentan viele Backpacker das Land verlassen und ihre Autos auch ausgerechnet hier verkaufen müssen?

 

Mal sehn was das noch so bringt, ich habe noch ein bisschen Zeitpuffer. Bis dahin vertreibt ich mir also die Zeit mit noch ein paar Taler verdienen (wenn ja leider auch nicht so viele wie ich gerne hätte) und im Bett liegen und im Internet hängen. Bääääh.

 

Aber nützt ja nix, wir befinden uns im Endspurt, der letzte Monat ist schon angebrochen und ich kann's ehrlich gesagt kaum noch erwarten, nach Hause zu kommen, es wartet einfach schon zu viel Neues (und auch Altbekanntes).

 

Also euch viel Spaß im hoffentlich jetzt wieder wärmer werdenden Deutschland ?

11Mai
2016

Ein paar freie Tage...

Hallo ihr da draußen.

 

Hier läuft es ganz gut soweit. Am Dienstag haben wir alle restlichen Zwiebel aufgesammelt, nachdem ich am Wochenende fast nur auf dem Feld sortiert habe, meine Kurzzeitkollegen hatten beiden frei. Also hab ich dann am frühen Dienstagnachmittag die Pick-up Maschine nach Hause gefahren.  Auf 35 km mit einem kleinen Schlepper, Überbreite auf einer engen Brücke, Ungleichgewicht und einem hohen Förderband konnte ich mich mal wieder beweisen. Chef war natürlich erst ein bisschen misstrauisch, aber ich hab's ohne Probleme hinbekommen. Fahr ja auch nicht das erste Mal mit Trecker und Gerät auf der Straße.

 

Mittwoch haben wir dann auch die Kartoffeln dort fertig gemacht, also das Gleiche diesmal mit dem Kartoffelroder. Wieder null Probleme ??

 

Donnerstag bis Sonntag hatte ich frei, gab noch ein ausgelassene Wochenende und den ANZAC-Day-Ersatztag aufzuholen. Also hab ich mein Auto gewaschen und bin mit einer Deutschen nach Akaroa gefahren. Dort hatte es mir ja schon das letzte Mal so gut gefallen und auch dieses Mal hat die Sonne vom strahlend blauem Himmel geschienen. Wir haben uns wunderbar unterhalten und sind dann auch Freitag zusammen ein bisschen durch Christchurch gebummelt. Vorher waren wir noch in einem deutschen Café zum Brunchen. Ich vermisse das deutsche Essen eigentlich gar nicht (ich kann's mir ja selber machen), aber meine Begleiter irgendwie. Also gab's lecker Körnerbrötchen mit Fleischsalat und für mich leckerlecker Weischwurscht mit Brezel. Dort konnte man auch Milka und Rittersporn Schokolade, Tortenguss, Gewürzgurken und Rote Grütze aus'm  Glas, Kartoffelklöße und andere typisch deutsche Lebensmittel kaufen. Außerdem backen die dort Brot und stellen Wurstspezialitäten her (und natürlich auch Sauerkraut). Das ganze Café erinnerte auch sehr an Deutschland, zwar eher an einen Fleischer, der typische Fleischertresen, nicht großartig aufgeprotzt, die Frauen trugen rot weiß kariert Blusen?.



 

 

 

Später ging es dann noch ein bisschen Shoppen und Bummeln.

 

Am Samstag lief hier im Riccaton Park das letzte Pferderennen der Saison. Es war sogar mit kostenlosen Eintritt, es waren auch sehr wenig Leute da. Man konnte natürlich auch wetten, allerdings habe ich nicht alles verstanden. Die Pferde waren mega zappelig und natürlich richtig schnell. Es gab 6 Rennen, über Strecken  von 600-2000 m, die letzten 2 Rennen jeweils über 600 schienen die "besten" zu sein, es waren viel mehr Leute da. Die Ziellinie ist vor der Zuschauertribüne und da werden die Pferde nochmal richtig angefeuert. Gänsehaut pur!



 

 

 

Sonntag war ich mal wieder in der Life Church, wo ich Ostern auch schon war. Es war trotzdem wieder mega voll und das Thema war natürlich Muttertag. Als dann alle mind. 200 Mütter vor der Bühne standen, waren die Reihen ziemlich leer?. Später bin ich dann etwas am Meer langgefahren, hab mich auf nein Klippenvorsprung gezockt und noch die warme Herbstsonne genossen.


 

 

 

Denn als ich Montag wieder zum Arbeiten rausguckte, war es ziemlich kalt-nass-eklig. Ich hab den Tag in der Scheune mit Kartoffeln sortieren und saubermachen verbracht.? Gestern das gleiche, und so wird's wohl auch weiter gehen die nächsten Wochen.

 

Heute haben wir nun das letzte Kartoffelstück angerodet, bloß gibt es hier einfach keinen Kartoffelboden. Viel zu lehmig, da müssen wir zu zweit sortieren und könnten noch locker ne 3. Person brauchen. Auch nicht so die abwechslungsreiche Arbeit, aber muss man halt durch….

 

Bis denne.



29April
2016

Onions and spuds

Ja ich melde mich jetzt auch mal wieder...
Das Probearbeiten lief gut, und deswegen hab ich also am Montag da richtig angefangen. Die Stelle war zwar als Tractor Driver ausgeschrieben, allerdings ist der Anteil an Trecker fahren seeehr gering (inzwischen bei fast 0). Der Hof ist ein 1,5 Personen Betrieb, also alles sehr klein. Momentan werden Zwiebeln und Kartoffeln geerntet. Die Zwiebeln liegen in Reihen auf dem Feld und mein Chef fährt eine Maschine, die die Zwiebeln aufhebt, von Laub und Dreck trennt und über ein Förderband in den Anhänger befördert. Also fahre ich nebenher und fülle den Anhänger möglichst gleichmäßig  und voll, ohne was zu verlieren. Das erste Feld am Hof habe ich mit Traktor + Anhänger und einem kleinen Truck abgefahren, bei dem momentanen Stück fahren wir nur mit dem Truck und ab und zu mit nem kleineren Truck, da es 30km entfernt ist. Der volle Anhänger wird dann auf ein Förderband entladen, das die Zwiebeln und restliche Laub trennt und gleichmäßig in große Holzkisten füllt. Allerdings funktionierte ein Sensor nicht richtig, sodass ich auch viel Zeit mit Aufsammeln verbringe. Oft holen wir morgens erst eine Ladung Kartoffeln, wobei ich mit meinem Rentner - Kollegen auf dem Roder sortiere, und dann 3 bis 5 Ladungen Zwiebeln. Auf dem weiter entfernten Feld, wo wir momemtan ernten, ist für die Maschine zu viel Unkraut in den Reihen, sodass ich die meisten Tage auf dem Feld bleibe und sortiere, während mein Chef den Truck abläd. Also schön 6-8 h gebückt übers Feld tigern. Pure Freude ?.

Seit Mittwoch haben wir 2 Helfer, sodass Chef und ich abfahren  und die beiden sortieren. Das Wetter spielt momentan voll mir, außer letzten Sonntag ein bisschen Regen immer trocken (aber langsam könnte ich Regen gebrauchen, dann gäbs endlich mal nen freien Tag). Wies aussieht, haben wir das Feld Montag fertig.?



Also passiert momentan nix wirklich interessantes und ich befinde mich momentan auch gesundheitlich und emotional nicht auf der Höhe. Aber das haben wir bald wieder.

Grüße

16April
2016

Meine letzte Schleife der Südinsel (und viiiiele Bilder)

Also habe ich am Dienstag mich auf den Weg weiter durch die Catlins gemacht. Ich hatte mir mal wieder eine relativ lange Strecke überlegt, weil es vorallem nur Anguck-Punkte waren, da braucht man nicht nächtelang sein.

Auf meiner Strecke lag der Curio Bay, einer der schönsten Strände in den Catlins, bei low tide kann man versteinerte Bäume im Wasser sehen

Am Slope Point war ich kurz, der offiziell südlichste Punkt von den Hauptinseln Neuseelands, allerdings wird mein nächster Halt oft dazu gemacht. Man sagt nämlich umgangssprachlich "von Cape Reinga bis Bluff", also von Nord nach Süd. Bluff ist vorallem bekannt für die Austern, die dort sehr gut sein sollen (und verdammt teuer, weswegen ich die nicht probieren wollte) und dem Fährhafen vorallem nach Steward Island, einer einzigartigen Naturinsel, auf der man sogar wilde Kiwis sehen kann (nicht die Menschen oder Früchte, ich meine die Vögel).

 

Ich hin dann weiter nach Invercargill gefahren, eine kleine unscheinbare Stadt. Nach ner Mittagspause gings dann über den South Scenic Highway nach Te Anau, wo ich nun auch endlich angekommen bin, es war schon 6 Uhr.

 

Am nächsten Tag habe ich mich dann mit einem israelischen Mädel auf den Weg zu den Milford Sounds gemacht. Bei 120 km Strecke haben wir an interessanten Punkten angehalten und kurze Spaziergänge gemacht. Außerdem bin ich das erste Mal hier durch einen Tunnel gefahren. Sonst sind die Straßen immer um die Berge rum oder rüber, aber selten durch. Auf der Strecke haben wir einiges an Autos und Bussen gesehen, sodass schon zu erwarten war, das es sehr voll werden würde. Wir waren auf einem Boot für 200 Leute, aber das Wetter war so gut, dass wir fast die ganze Fahrt auf dem Deck saßen. Es war echt schön, man konnte einige Wasserfälle sehen, es werden tausende, wenn es vorher regnet. Aber noch nicht so ganz das magische, was ich mir darunter vorgestellt habe. Aber das sollte noch kommen.

 

Denn am nächsten Tag ging es in die Doubtful Sounds, die um einiges größer sind und durch die schwierige Erreichbarkeit auch nicht so überlaufen. Ich habe mich für eine ganztägige Kajaktour entschieden. Um kurz vor 7 gings zur Base in Manpouri, dann mit dem Bus zum Anleger aufs 1. Boot, man konnte einen schönen Sonnenaufgang beobachten. Dann ging es am Wasserkraftwerk vorbei, es betreibt die einzige Aluminiumhütte bei Bluff. Runter vom Boot, schnell den Neoprenanzug anziehen und dann rein in den Bus. Diesen Punkt erreicht man nur per Boot. Also ging es mit dem Bus auf der einzigen Straße zum nächsten Anleger (die Straße wurde ursprünglich fürs Wasserkraftwerk gebaut, um Material direkt vom Tasmanischen Ozean her zu bringen). Und dann rein ins Kajak. Nach ca. 2 h gegen Wind und Wellen kämpfen ( da war noch nicht viel Zeit zum Bewundern der Natur) war Mittagspause angesagt. Also allemann wieder aufs Boot, kurzes Aufwärmen und Essen, dann ging es weiter. Jetzt waren wir in einem Seitenfjord, ein bisschen Wind hatten wir im Rücken und unser Führer konnte mehr erzählen. Allerdings war es teilweise so windstill, dass wir von den Sandflys angegriffen wurden, jetzt darf ich mich wieder wochenlang mit juckenden Stichen im Gesicht und an den Händen rumquälen?.

 

Die Fjorde, (die fälschlicher Weise Sounds genannt werden) sind bis zu über 900m tief, die Berge drumherum das gleiche hoch. An den felsigen, steilen Hängen befindet sich ein ausgeklügeltes Ökosystem, bei 7-8 l Regen im Jahr ein Regenwald ( in Deutschland haben wir ca. 700ml), und der ganze Zyklus lebt davon, das ab und zu mal ein Teil der Vegetation abrutscht. Das Regenwasser spühlt aus dem Moos einen dunklen Farbstoff, der das Wasser trübt, und so entstehen schon bei 5 m Tiefe Tiefsee-Korallenriffe. Das Wasser ist sehr nährstoffhaltig, so das es unter der Wasseroberfläche nur so von Leben wimmelt. Selbst Delfine leben dort das ganze Jahr über, wir haben nur leider nur Pinguine gesehen.

 

Nachmittags war es wunderbar bewölkt und es tröpfelte, die Wolken hingen in den Bergen und wir saßen in unseren kleinen Kajaks. Einfach ein magischer Ort, jeden einzelnen Cent wert. Nach 5 Minuten absoluter Stille kam das Boot und wir sind den ganzen umständlichen Weg zurückgefahren, auf dem Weg über den See konnte man den Sonnenuntergang beobachten. Was für ein fantastischer Tag!

 

Der krönende Abschluss war noch ein Anruf von einem Farmer, bei dem ich mich vor 3 Wochen zum Trecker fahren beworben hatte, er hatte wohl Pech mit seinen Leuten, also fahr ich da gleich zum Angucken hin.

 

Gestern habe ich mich dann auf den Weg zum Lake Tekapo gemacht, ich habe nun endlich auch mal eine Unterkunft gefunden. Allerdings mal wieder ne lange Fahrt, über 400 km und 5 h. Mit Zwischenstopp in Queenstown, um mir ein superleckeres Eis zu gönnen, ging es dann nach Tekapo, ich habe das letzte bisschen vom Tag mit einer kleinen Wanderung auf der Halbinsel verbracht und bin dann bei Einbruch der Dunkelheit in die Hot Pools gegangen. Unter freiem Himmel kann man in wunderbar warmen Wasser die Sterne beobachten. Wenn die Sonne weg ist, kann es doch schon relativ kalt werden.

Leider haben wir schon wieder zunehmenden Mond, d.h. es ist schon fast wieder zu hell. Man konnte aber die Milchstraße sehr schön erkennen, man fühlt sich fast wie in einer Glaskugel.

 

Nun geht es heute also wieder zurück nach Christchurch und ich hoffe, dass alles gut läuft und ich dann meinen Dreamjob bekomme. Wenn nicht, könnte ich am Montag mit Mais pflücken anfangen, aber Trecker fahren ist ne Spur cooler( und besser bezahlt ? )

Ich hab jetzt auch das Reisen auf der Südinsel abgeschlossen, jetzt "fehlt" mir nur noch die Spitze über Auckland, um alles für mich interessante gesehen zu haben. Aber so viel sehen ist doch sehr ermüdent und irgendwann ist man garnicht mehr so begeistert. Deswegen jetzt Arbeiten ?

 

Viele liebe Grüße aus dem Herbst ( die paar Laubbäume werden auch schon gelb)

 

Kleines Update, weil WLANlosigkeit: Morgen steht Probearbeiten an: Neben dem Zwiebelaufsammelwagen herfahren. Mal sehn, ob ich als Frau auf dem Trecker meine (hoffentlich) zukünftigen Chef beeindrucken kann, seine Begeisterung heute hielt sich in Grenzen, er hatte wohl scheinbar mit nem Kerl gerechnet. Ich bin immer wieder für ne Überraschung gut. Und Pläne machen lohnt immernoch nicht, hab heute schon 3mal alles über den Haufen geworfen.

12April
2016

Weiter geht meine Reise....

Eine blutige Angelegenheit

 

Am Donnerstag haben wir die Kälber enthornt. Allerdings nicht wie in Deutschland, sondern die sind schon 7 Monate alt, so dass die Hörner schon deutlich vorhanden sind. Also waren 3 von unsern Leuten mit 5(!!) Tierärzten dabei, die Hörner abzukneifen. Ich habe zum Glück in der Gruppe gearbeitet, die die örtliche Betäubung gemacht hat, denn schön ist das Abkneifen nicht. Da das Horn wächst, ist es ja auch teilweise durchblutet, und  durch das Abkneifen wird auch der Blutkreislauf gekappt und das Blut spritzt regelrecht im hohen Bogen aus den Köpfen der Kälber. Es sah teilweise eher wie beim Schlachter aus, aber durch die Betäubung haben die Kälber zum Glück nix gespürt. Ich hab mich für jedes 'polled' Kalb gefreut, das diesen Prozess nicht durchlaufen musste, weil es keine Hornanlagen hat (genetisch hornlos). Wir haben 550 Kälber innerhalb eines Vormittags geschafft, somit sind außer den kleinste 4 alle Kälber enthornt.

( In Deutschland benutzt man normalerweise Brennstäbe, die einen Ring brennen und so die Durchblutung und damit das Wachstum stoppen. Allerdings darf man das auch nur in den ersten Monaten so machen (oft werden die Kälber sediert))

 

Ansonsten beschäftigten wir uns eher mit dem Putzen des Melkstandes, da für Dienstag eine Kontrolle angekündigt ist.

 

Gestern haben wir mal wieder unsere "emptys" aussortiert, sie sind nicht tragend geworden und werden nun zum Schlachter gehen, da es beim momentanen Milchpreis nicht lohnt, die Kühe ein Jahr fressen zu lassen um dann davon die Hälfte tragend zu bekommen.

Deswegen haben wir Freitag plötzlich nur noch 500 Kühe gemolken, zur Begeisterung aller Mitarbeiter, das bedeutet nur noch ne knappe Stunde melken abends.

Also werden uns nächste Woche knapp 200 Kühe verlassen, obwohl 'uns' ja auch falsch ist, da ich Freitag meinen letzten Arbeitstag hier hatte. Ich werden jetzt erstmal noch meine Reise auf der Südinsel abschließen und dabei nach nem neuen Job suchen, also gibt's bald mal wieder was anderes als das Kuhzeug von mir.

 

Am Samstag hab ich mich dann also von meinen Kollegen verabschiedet und habe mich auf den Weg zum Mount Hutt gemacht. Dieser Berg liegt eigentlich ziemlich direkt hinter meiner Arbeitsstelle und bildet mit den drumrumliegenden Bergen das größte Skigebiet (Natürlich auch nur im Winter). Man kann seeehr weit hoch fahren und mein Autolein ist dort auch problemlos hochgeschnurrt, obwohl es Schotterweg und ziemlich steil war.

Die Aussicht hat mich mega umgehauen, es war ein superklarer Tag, nur ein paar Miniwolken waren zum Anfassen nahe.

 

 

 

Dann ging es weiter über die Rakaia-Gorge, eine Schlucht, die ganz plötzlich vor einem liegt, nach Dunedin. Es war mal wieder eine sehr lange Autofahrt, doch es gab (wie immer) genug Landschaft zu bestaunen.

 

 

In Dunedin angekommen, habe ich erstmal die Stadt erkundet. Durch die große und gefragte Universität ist es dort zu später Stunde noch sehr lebhaft, besonders natürlich Samstag Abends. Das ist die erste Stadt hier in Neuseeland mit Flair, meiner Meinung nach. Ich war den Sonntag dann einfach bummeln und hab den Abend mit Leuten aus dem Hostel verbracht. Zwischendurch ging es zur Otago Penninsula, eine Halbinsel, auf der man Königsalbertrosse, Seelöwen und Pinguine sehen kann. Allerdings wollte ich dafür nicht nen Haufen Geld ausgeben und habe also nur die schöne Fahrt genossen.

 

 

 

 

 

 

Heute ging es dann weiter, ich würde gerne länger dort bleiben und Arbeit finden, allerdings gibt es durch die vielen Studenten keine freien Jobs und zu gute Konkurrenz.

 

Ich habe noch die steilste Straße der Welt erklommen und hab eine Runde durch den Botanischen Garten gedreht, bevor ich weiter gen Süden gefahren bin.

 

 

 

 

 

Momentan befinde ich mich in den Catlins, ein besonders schöner Abschnitt der Küste. Am Nugget Point hab ich nen Zwischenstopp eingelegt um die zerklüfteten Felsen zu bewundern, bevor ich dann weiter zu meiner Unterkunft gefahren bin.

 

 

 

 

Dort gabs noch nen kleinen Spaziergang, doch es regnet ab und zu und die Tage werden auch kürzer. Und so sitze ich im fast leeren Hostel und plane ein wenig die nächsten Tage( und schreib mal wieder für euch)

 

Jetzt wisst ihr also wieder Bescheid, was ich so treibe, bis denne.

03April
2016

Bildmaterial ?

Hallo, hier gibts mal nen paar Fotos und nen Video, wie ich eigentlich so meine Zeit verbringe.

Nun brechen hier auch meine letzten Tage an und ich freue mich auch hier weg zu kommen. Die letzten Tage gabs nen bisschen Zoff mit meinem Kollegen, mir war aber von Anfang an klar, dass es schwieriger werden könnte. Es gibt einfach Menschen mit denen man nicht kann.

Ein anderer Kollege hat sich Freitag verletzt und 3 andere haben grade ihr Oster-Ersatzwochenende frei. D. h. das wir momentan nur zu 3 sind, da kommen schön Stunden zusammen?

 

Mein Pigfood-Mobil. Es gibt immer yummi abgestandene Milch ?

 

Unser kleiner Futterwagen. Einer steht hinten drauf und wirft scheibchenweise das Heu ab ?

 

Eine seltene Rasse: Das Tunkschnazenschwein.

 

Und ich hab ein Melkvideo zusammengebastelt, welches ihr hier gucken könnt. Leider ist die passende Musik dazu bei Youtube nicht erwünscht, deswegen ohne. Viel Spaß damit.

 

Ciao

29März
2016

Happy Easter!

Heho,

Es gibt Entwarnung für alle, die Angst hatten, dass ich mich wohl bald von Gras und Milch ernähren müsste? Mittwoch gabs dann endlich auch mal Geld.

Arbeitstechnisch gibt es eher weniger zu berichten, ich verbringe viel Zeit mit Melken und Unkrautbekämpfung. Den einen Tag gab es Besuch vom Tierarzt, es sollten 4 Kühe behandelt werden und weil die Manager beide irgendwie beschäftigt waren, musste ich also herhalten. Ich hatte natürlich auch absolut keinen Plan, was mit den los war, nur 3 Ohrmarkennummer aber plötzlich 5 Kühe ? Letztendlich hat alles geklappt, aber bisschen unglücklich geregelt.

Am Donnerstag haben wir mal wieder wie wild Kühe durcheinander sortiert, um nun nur noch 1 Herde, also die Hälfte, abends zu melken. Gegen Anfang April starten wir dann vielleicht auch komplett mit once a day-milking (OAD).

Das Osterwochenende hatte ich komplett frei, Freitag bin ich zum Lake Tekapo gefahren. Ich machen immer wieder den Fehler zu denken, das die großgeschrieben Orte auf der Karte auch groß sind. Dort angekommen war dort außer ein paar Souvenirläden und Cafés absolut garnix, und das Wahrzeichen, der unglaubliche Blick auf die Milchstraße, auch wolkenverhangen und durch den Vollmond überbeleuchtet. Und da ich eh kein freies Hostel gefunden habe, bin ich wieder zurück zum Hof für die Nacht.

Sieht teilweise schon sehr surreal aus. Die Church of the good shepperd ordendtlich zu fotografieren ist echt schwiereig, überall stehen da Touris biszum abwinken rum ?

Samstag hatten dann auch wieder alle Läden auf, also bin ich nach Christchurch gefahren, um mal wieder shoppen oder bummeln zu gehen. Nur in irgendwelchen Kuhdörfern zu hocken ist auch nicht meins. Also hab ich mir nein schönen Tag gemacht (und hatte telefonisch auch ne Unterkunft bekommen) und hab nen bisschen Geld ausgegeben ?


Für Sonntag hatte ich mir einen Ostergottesdienst rausgesucht, wenn man schon den restlichen Trubel nicht hat, dann wenigstens das. In einem großen Veranstaltungscenter haben sich 4 Kirchgemeinden getroffen, es waren ca. 500 Leute und eine spürbare Energie und Freude. Später bin ich dann schwimmen gegangen, endlich mal etwas, wo nicht zu viele Leute waren (aber die Schwimmbäder sind alle mini und unspecktakulär).
Montag bin ich dann wieder durch die Stadt gebummelt, auch nicht als einzige, Parkplätze zu finden war auch eher eine Geduldsprobe. Dann ging's wieder zurück, inzwischen sind meine letzten 2 Wochen hier auch angebrochen, ich bin schon fleißig auf der Jobsuche.

Ich wünsche euch allen noch schöne Rest-Ostern, freut euch auf den Frühling, hier kommt der Herbst mit großen Schritten.

Liebste Grüße,
Ronja

20März
2016

Work, work, work

Ich melde mich auch mal wieder, gibt nicht allzu viel Berichtenswertes.

Die Arbeit läuft so vor sich hin, manche Tage bin ich ganz zufrieden mit dem, was ich mache, andere eher genervt oder gelangweilt von der Arbeit. Ich verbringe sehr viel Zeit im Melkstand, entweder mit Melken und saubermachen. Inzwischen merke ich immer mehr was ich eigentlich an den "kleinen" deutschen Betrieben habe ?.

Ich darf nun auch Motorrad fahren, das Quad ist momentan kaputt und davor haben wir uns zu dritt sozusagen ein Fahrzeug geteilt, so sind alle viel flexibler.

 

Das letzte Wochenende hatte ich frei, ich war auf einer A&P Show, eine Agriculture and Pastoral Show, eine Mischung aus der Tarmsteder Ausstellung und einem Dorffest. Es gab einen Wett-Scher-Wettbewerb, ein Schweinerennen, Reitturnier, Ziegenschau, viele Autos und Trecker, ein Riesenrad und noch kleinere Wettbewerbe, wer hat zum Beispiel das schönste Blumengesteck oder das beste Ei oder Marmelade. Auch Wolle wurde bewertet.

Sonntags war ich in einer Gemeinde, die so groß war, das sie 2 Gottesdienste Sonntags machen. Es wurden auch 6 Leute getauft, der Älteste war an die 60, der jüngste 11. Danach binich zu einem See gefahren, habe ihn umrundet und dabei einen Einheimischen getroffen, mit dem ich mich erstmal bestimmt ne halbe Stundenunterhalten habe.

Mittwoch Nachmittag haben wir eine Milchkontrolle gemolken, es war alles sehr wirr, aber wir haben als eigentliche Melkzeit nicht viel länger gebraucht, allerdings auch 200 Kühe weniger gemolken. Wir hatten nämlich die nicht tragenden Kühe aussortiert, damit Chef sich die angucken konnte, um zu entscheiden, was mit denen passiert.

 

Ich habe einen neuen Kollegen bekommen, einen Kanadier, mein Alter und sehr redselig. Der wohnt auch mit hier in der Baracke.

 

So verbringe ich also meine Tage. Sonntag ist Bergfest von der Arbeit, leider habe ich immernoch noch kein Lohn bekommen, was meinen Kontostand nun zu gaaaaanz knapp über 0 führt. Aber kommt bald.

 

Bis denne.

06März
2016

Abschied und Neustart

Hallo Freunde, ich lasse auch mal wieder was von mir hören. Gab momentan nen bisschen Wirrwarr, da hatte ich einfach nicht die Ruhe, mich zum Schreiben hinzusetzten.

 

In Queenstown ging es also am nächsten Tag weiter, aus nur einem Bier sind dann doch ein paar mehr geworden und das Wetter hatte sich inzwischen auch eher zu einem Grau verzogen, sodass unsere Begeisterung zum Aufstehen nicht so riesig war. Allerdings hatten wir für relativ wenig Geld eine 90 minütigen Cruise auf dem See gebucht. Als wir am Anleger ankamen, wurde uns schnell klar: Wir senken den Altersdurchschnitt gewaltig. Es war ganz chillig auf dem Wasser, nix besonders, aber war gut. Außer einem Bummel durch die "Stadt", die eher ein stark touristisches Örtchen ist, haben wir nix mehr gemacht, zu fertig vom Adrenalin der letzten Tage.

 

 

Am nächsten Tag wollten wir mal einen der legendären "Fergburger" probieren, aufgrund der Menschenmassen ab Mittag gab es also Burgerfrühstück. Die waren schon echt lecker, aber jetzt nix was ich jetzt irgendwie legendär finden würde. Das ist allerdings die Eiskrem der dazugehörigen Eisdiele. Unglaublich lecker und ne riesige Auswahl! Sowas ist hier eh eher selten, hier isst man eher das Eis aus der 1 kg-Dose. Nachmittags habe ich mich mit Nadja und Eva getroffen, wir sind zusammen von 7!! Monaten hier angekommen. Es war lustig, die beiden mal wieder zu treffen. Am Freitag stand dann der Abschied an, von Queenstown und von meinen Mädels. Erst haben wir noch durch einen Glaskasten in den See geguckt , bevor wie am Flughafen deren neuen Mietwagen abgeholt haben. Für Hanne geht's in ein paar Wochen wieder zurück nach Deutschland, Miriam hat noch 2 Monate hier.

 

 

Ich bin also etwas planlos alleine weiter gefahren, mit dem Ziel irgendwo irgendeine Arbeit zu finden, denn ich brauche wieder Geld. Eigentlich hatte ich mich rechtzeitig gekümmert und auch einige Zusagen bekommen, die dann dooferweise gleichzeitig abgesagt haben. Also bin ich erstmal nach Oramara gefahren. Die Nacht habe ich in einem Privathaus verbracht. Der Besitzer vermietet Zimmer und Betten in seinem Haus und man darf alles mitbenutzen. War irgendwie lustig. Beim Frühstück hat der Besitzer (ein ehemaliger Farmer) dann auch noch einige interessante Sachen erzählt, das Neuseeland nämlich gar nicht immer das ist, wie es scheint, dass überall auch größere Probleme stehen. Also bin ich genauso planlos weiter nach Timaru, mit dem Plan, dort einige Farmen abzuklappern. Allerdings hab ich dann ein ganz frisches Jobangebot gesehen, sofort hingeschrieben und ne halbe Stunde später hatte ich den Job.

 

Also ging's nach meine ersten sonntäglichen Kirchenbesuch hier in Neuseeland auf zu der Farm, um das Quartier zu beziehen. Die Farm liegt ca. 5 Minuten von meiner Vorherigen entfernt, wieder zwischen Christchurch und Rakaia. Es gibt ca. 1400 Kühe zu melken in einem 80er- Karussell mit automatischer Abnahme. Hier arbeiten außer dem Bruder vom Chef und dem Herdenmanager (beide schon ziemlich lange) und noch 1 junges englisches Pärchen und ein neuseeländischer Kerl, alle 3 um die Mitte 20.

Die ersten Tage hab ich erstmal mit Melken, Zäune umstecken, Kühe treiben und Disteln hacken verbracht, alles nix neues. Dafür hab ich erstmal nen Dach überm Kopp und kriege zusätzlich noch Geld.

 

Liebe Grüße,

Ronja

24Februar
2016

Adrenalin!!!

Heho.

Wir waren also unseren letzten Tag in Hokitika in der Stadt, sind ein bisschen durch die Geschäfte gebummelt und haben uns mit einem Heißgetränk in ein Café gesetzt. Danach waren wir nur noch im Hostel, es hat fast durchgängig geregnet. Als wir dann den nächsten Tag weitergefahren sind, war das Wetter etwas besser. Etwas südlich von Hokitika war ein Baumwipfelpfad, den wir besucht haben.

 


In Franz Joseph Village war unser nächster Stopp. Nach dem Check-in haben wir uns in einer Regenlücke aufgemacht, um eigentlich den Gletscher zu sehen, allerdings war der Weg gesperrt, sodass wir nur auf einen Ausguck gehen konnten. Allerdings konnte man dort den Gletscher 2010 sehen. Durch das Schmelzen ist der Gletscher allerdings zwischen den Bergen verschwunden, aber die Landschaft war schon megamäßig.

Den nächsten Tag ging es weiter am Fox Gletscher vorbei, es hat geschüttelt, meine Mädels sind im Auto geblieben, ich bin wieder bis zu einem Ausguck gelaufen, gleiches Spiel wie gestern.
Also ging es direkt weiter, unser Ziel ist Wanaka. Nach 4h Fahrt sind wir in einer überfüllten Stadt angekommen, dort fand ein Halbtriatlon statt. Außer einkaufen war nicht mehr viel los, das lange Autofahren macht müde.

Am nächsten Tag hatten wir einen Heliflug geplant, es gab kurzzeitig Schwierigkeiten, aber hat alles geklappt. Wir sind auf einem Berg gelandet, der Heli hat eine andere Gruppe wieder zurück mitgenommen und uns wieder abgeholt. Die Aussicht war mega und das Fliegen viel angenehmer als im Flugzeug. Nach gesamt 20 min Flüge und 10 min auf dem Berg waren wir wieder an der Base.

Am Sonntag haben wir uns einen schönen Tag gemacht, nach späten Frühstück sind wir an den See gegangen und haben dort mit nem Eis gesessen (2 von 3 haben sich eingecremt, Nr. 3 ist krebsrot, diesmal nicht ich ?)

Montag ging es auch schon weiter nach Queenstown, auf dem kurzen Weg hat man eine tolle Aussicht.

Da wir noch nicht ins Hostel einchecken konnten, sind wir gleich ins Reisebüro gegangen, Miriam war drauf und dran, endlich ihren Skydive also Fallschirmsprung nachzuholen und ich hatte ja noch meinen Bungee-Jump offen.
Miris Sprung war noch am gleichen Nachmittag, leider haben wir vergeblich gewartet, kurz bevor sie dran war, wurde wegen zu viel Wind abgelassen, ihr Ersatztermin war ein Tag später, zeitgleich mit meinem Bungy.

Für Dienstag hatten wir schon eine Jetboot-Tour geplant. 40 min von Queenstown entfernt ging es für uns in einer Schlucht im Boot im Kreis. Der Fahrer fuhr zickzack, driftete dicht an Steinen vorbei und machte einige scharfe Drehungen, sodass alle schön nass wurden.

Nachmittags überkam mich dann auch ein bisschen Aufregung. Nach gefühlte tausend Mal wiegen und warten ging es dann mit dem Bus 40 min erst auf der Straße, dann Off-Road ziemlich steil den Berg hoch. Oben wurde man in ein Geschirr gesteckt, nochmal gewogen, bis es dann zur Aussichtsplattform ging. Hier konnte man schon mal ein paar Leute springen sehen. Da bekommt man jedenfalls ordentlich Bammel, die Leute scheinen nur ganz kurz über dem Boden abzubremsen und hängen noch soooo lange kopfüber in der Luft?. Nach einer kurzen Erklärung am "Festland" ging's dann schon auf zur Gondel, eigentlich viel zu früh für mich, aber die fangen immer mit den schwersten Menschen an. Also ging's mit der Gondelbahn zur Gondel, es waren zum Glück noch einige Leute da, die vor mir gesprungen sind. Es ging immer sehr schnell, 3 Leute waren damit beschäftigt, alle anzugurten, zur "Sprungschanze" zu befördern und wieder hoch zu holen. Als ich dann an meinen Füße gefesselt wurde, hatte ich schon ziemlich Schuss. Und dann bin ich einfach gesprungen. Man fällt einfach 8 Sekunden kopfüber, bis das Seil einen ziemliche sanft abbremst. Dann fliegt man wieder nach oben, dreht sich und fällt wieder. Das Ganze geht so ca. 4 mal, bis ein richtiges Seils an den Füße einrastet und einen wieder hochzieht. Man könnte auch dann seine Füße entfesseln und sitzend hochfahren, aber ich dachte mir "Warum nicht noch ein bisschen kopfüber wie ein Fisch am Harken hängen?"
Danach war ich noch etwas zitterig auf den Beinen, aber dann ging es ja auch gleich weiter zum Swing, der weltweit größten Schaukel, die 70m Freifall und eine Schwungweite von 300m hat. Ich hab mich dafür entschieden, nicht sitzend, sondern kopfüber zu schaukeln. Man hat echt eine tolle Aussicht. Ich werde versuchen, die Videos vom Bungy und Swing hier mal hier zu verlinken, aber auch die Fotos sagen schon einiges aus.

Swing:

Miriam hat auch ihren Fallschirmsprung gemacht und war begeistert. Abends sind wir noch mit einem Kiwi in eine Bar/Disco gegangen.
Heute morgen sind wir zu einer Bootstour aufgebrochen, was sehr gut war, sonst hätten wir wohl den ganzen Tag im Bett verbracht. Es ging auf dem See vor allem am Ufers entlang, vorbei an den ganzen Uferhäusern, wo alleine die Grundstücke schon seeeehr teuer sind, deswegen Million-Dollar-Cruise. Den restlichen Tag werden wir uns wohl ausruhen, vllt heute abend wieder losziehen, den hier kann man immer sehr gut feiern gehen, es sind sehr viele junge Menschen hier, und alle ihren Adrenalinkick bekommen wollen und danach feiern gehen.

Grüße,
Ronja

17Februar
2016

Fotos der letzten Wochen ( wenn man draufklickt, werden sie größer)

Wharariki Beach und der Sonnenuntergang am Farewell Spit

 

Die Hokitika Gorge mit dem blauem Wasser.

Arthurs Pass bei Regenwetter und meine beiden Anhalter.

17Februar
2016

Abel Tasman und West Coast (Fotos folgen....)

Hallo Freunde, da ich immer noch hinterher hänge, bringe ich euch heute mal auf den neusten Stand. Scheinbar lasse ich langsam nach, es passiert momentan fast zu viel.

Nachdem ich also mein Mega-Walk hinter mich gebracht hatte, hab ich mir wieder zurück in Nelson ein Hostel gesucht, diesmal leider ein recht großes Hostel, ich hab mir mit 3 Jungs das Zimmer geteilt. Ein Geruchserlebnis ;P. Am Mittwoch habe ich mich dann mit Miriam und kurz auch Hanne getroffen. Miriam hatte auf verschiedenen Pferdehöfen gegen Kost und Logis gearbeitet und Hanne geht bis Freitag noch zur Sprachschule. Wir haben uns bei einem Eis gemütlich hingesetzt und grob die wichtigstes Eckpunkte der Weiterfahrt besprochen (und natürlich auch alle anderen unwichtigen Zwischenfälle der letzten Wochen erörtert).

Danach sind Miri und ich nach Motueka gefahren, um dort zu übernachten, denn am nächsten Morgen ging es schon früh wieder los. Um 8:30 Uhr startete die Sicherheitseinweisung in Marahau zum Kajak fahren. Wir haben uns das regenbogenfarbene Kajak ausgesucht und irgendwann ging's dann auch los. Wir hatten viel Spaß auf dem Wasser und haben sogar Seehunde gesehen. Das kurz vor Schluss ziemlich viele hohe Steine im Wasser standen, hat Miri etwas verrückt gemacht, aber wir haben es gut gemeistert. Am Ende hatten wir noch Zeit und haben uns durch die Bucht treiben lassen, bevor um 4 unser Kajak abgeholt wurde. Wir lagen noch am Strand und waren schwimmen, bevor uns ein kleines Motorboot zu unserem Nachtquartier gebracht hat: Einem dort fest vor Anker liegenden Katamaran. Unsere Betten waren unten in dem " Anbau", einem Fischkutter, der sonst als Wohnung der kleinen Gastgeberfamilie diente. Es waren fast Doppelbett-Kojen, ich hatte sogar 2 kleine Bullaugen.

      

Ich bin dann gleich auch vom Dach des Katamarans gesprungen und wir waren nochmal schwimmen und haben eine kleine Sprung-Fotosession gemacht. Dann gab es lecker BBQ und wir haben uns zum Sonnenuntergang aufs Dach gesetzt. Nach ner Runde Skip-Bo ging's dann auch in die Koje.

 

Morgens gab's noch gleich auf dem Boot Frühstück, dann sind wir wieder an Land gegangen, um nun heute von Anchorage zurück nach Marahau zum Auto zu wandern. Wir machen eine Pause am Appletree Bay, bis wir nach 3,5 h ankommen. Zum Glück ist die Strecke einigermaßen eben, dort lässt es sich so ganz gut laufen.

Danach geht es mit nem Eis wieder zurück nach Nelson, bis Sonntag ist etwas ruhiges Programm geplant. Wir sind zum Mittelpunkt von Neuseeland gelaufen und waren eine Runde im Schwimmbad schwimmen. Außerdem haben wir unsere nächsten 2 Wochen geplant und schon mal alle Unterkünfte gebucht, was sich als nicht so ganz einfach erwies, denn momentan ist noch Hauptreisezeit hier in NZ und vor allem aus Queenstown haben wir gehört, das alles 2 Wochen im Voraus ausgebucht ist. Nach langem hin und her telefonieren haben wir jetzt wenigstens Schlafplätze sicher, zu dritt auch schwerer als alleine.

Sonntag haben wir dann eine etwas verkaterte Hanne abgeholt, die hatte nämlich gestern noch auf ihren Abschieds ordentlich angestoßen.

 

Also ging es dann los, 2,5h bis nach Collingwood. Es gab wieder wunderbare Ausblicke auf den Golden Bay, die Straße wund sich die Berge hoch, bis wir auf den schroffen Bergkämmen weiter fuhren, um uns gleich darauf wieder ins Tal zu schlängeln.

 

Nachdem wir unser eigenes Zimmer bezogen haben, ging es zum Wharariki Beach, einer der schönsten und imposantesten Strände in Neuseeland. Mit riesigen Sanddünen und bombenmäßigem Wetter ein absolutes Erlebnis. Dann sind wir weiter zu einem Süßwassersee gefahren, Miriam und ich sind eine Runde geschwommen, das Wasser war viel wärmer als das Meer. Mit dem Sonnenuntergang sind wir zum Startpunkt des Farewell Spit gefahren, einer langen Sanddünen-Spitze, leider nur mit Führung zu erkunden.

 

Nach einer kurzen Nacht ging es schon um 9 weiter. Auch wenn auf der Karte die Entfernung von Collingwood nach Hokitika nicht so weit aussieht, da es nur eine Straße gibt, dauerte es 5,5 h reine Fahrzeit. Miriam hat mich irgendwann abgelöst und ich konnte die Umgebung auch mal richtig genießen. Wir sind relativ lange am Buller-River langgefahren, bis wir Dan an der Westcoast entlang bis zu unserem Hostel gefahren sind. Das Meer (und den State Highway) vorm Fenster haben wir eingecheckt und konnten uns noch aufraffen, bis zur Hokitika Gorge zu fahren. Es ging über eine kleine Hängebrücke, das Wasser ist wirklich so unwirklich blau, es entsteht durch Gesteinsmehl, welches im Wasser verwirbelt wird.

 

Gestern mussten wir also noch das gute Wetter nutzen und sind zum Arthur's Pass gefahren, eine der ersten Verbindung von der Westküste mit der Ostküste. Das Wetter war meiner (nicht von jedem geteilten) Meinung ganz passend und eindrucksvoll. Wir haben einen 1,5 h Wanderung von Arthurs Pass Collage bis in den Pass gemacht, dabei ist Miriam einmal hingefallen. Aus diesem Grund und weil es geregnet hat, sind Hanne und Miriam zurückgetrampt und ich bin gelaufen, für alle eine gute Lösung.

 

 

Nachmittags haben wir uns nur im Zimmer aufgehalten, da nun der große Regen hier angekommen ist.

Heute Morgen sah es auch noch nicht anders aus, allerdings befinden wir uns jetzt auch langsam in der regenreichsten Region von Neuseeland, in manchen Gebieten gibt es grade mal 7 Tage ohne Regen?

Heute morgen gab es auch ein kleines Wunder: Da dieses Hostel eigentlich unser Zimmer anderweitig vermietet hatte, hätten wir eigentlich in ein Doppelzimmer umziehen müssen. Allerdings haben diese Leute um kurz vor 9 abgesagt, so dass wir in unserem 4er Zimmer bleiben dürfen.

Heute werden wir etwas in der Stadt umhergehen, da es hier viele Schmuckläden gibt. Hier ist quasi die Hauptstadt des Greenstone und Knochenschnitzerei. Ansonsten passiert hier heute nicht mehr viel, das Wetter ist echt ausladend.

 

Viele Grüße aus dem (eigentlich) Sonnenschein, ich bin schon sehr gut braun geworden, Top, Shorts und Flipflops sind meine treue Begleitung. Es fühlt sich momentan extrem nach Urlaub an(was es ja auch ist ?)

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