Gaaaanz weit weg !

Ein Jahr am anderen Ende der Welt

Berichte von 12/2015

29Dezember
2015

Arbeitsreiche Weihnachten

Frohe Weihnachten euch allen!

Ich komme jetzt endlich mal wieder dazu euch von hier zu berichten.

Also zu meiner Arbeit: Die Leute sind hier total gemischt : Mein Chef Dave kommt eigentlich aus England, Rodell ist der Herdenmanager, kommt von den Philippinen, Wole und Emmanuel kommen aus Südafrika, Sierra ist aus Frankreich und zur guten Letzt arbeiten hier auch noch 3 Neuseeländer, Luke, Sarah und Krystell.
Am Montag habe ich um 7 angefangen und habe gemolken bzw. habe die Melkzeuge angesetzt.  Um 10 waren wir fertig und dann habe ich nachmittags wieder angesetzt, was megaschnell gehen musste, da das Karusell schneller dreht, weil die Kühe abends weniger Milch geben.
Jetzt über die Feiertage wird nur das nötigste gemacht. 
Dienstag habe ich abends dann mit Luke die Kühe reingeholt,  und seitdem ist das meine Nachmittagsaufgabe. Dabei müssen nicht nur alle 3 Gruppen rechtzeitig zum Melkstand und wieder weg, sondern auch provisorische Zäune auf und abgebaut werden. Dazu markiert Dave einfach wo der Zaun hin soll, dann gibts da keine Probleme.  Außerdem bekommt man einfach eine Karte der Farm, das macht es echt einfach.

Heiligabend bin ich nach der Arbeit nach Christchurch gefahren,  um mit Miriam, Hanne und einer Freundin von denen den Abend zu verbringen. Hannes Freundin Ariane arbeitet auch im Obstbau, manchmal fühlt man sich doch auch wie unter Bauern. Jedenfalls haben wir im laufe des Abends festgestellt, das sie letztes Jahr mit meinem Mitstift zusammengearbeitet hat. Die Welt ist so winzig. :D
Wir sind erstmal einkaufen gefahren weil ich ja nen Auto hatte und der nächste Supermarkt etwas weiter weg von denen. Eigentlich wollten wir dann zur Feier des Tages essen gehen, aber dann haben wir uns für Mc Donalds entschieden. Auch eine sehr lustige Erfahrung :D
Nach einigen Flaschen Cider (natürlich nicht für mich ) ging es dann um 3 wieder auf zur Arbeit. Am ersten Feiertag,  hier der Haupttag, bin ich auch wieder zu denen gefahren, wir haben in derem Hotel gegrillt und uns dann noch ne Runde in den Whirlpool gesetzt.  Es waren sehr schöne Weihnachten. Die nächsten Tage waren dann immer morgens melken und abends Kühe reinholen. Gestern hatte ich Spät (7 Uhr statt 4 Uhr), war dafür aber vormittags noch mit der Spritze unterwegs.
Heute hätte ich eigentlich frei gehabt, aber trotzdem nachmittags gearbeitet.  Von der einem Pivot-Beregnung mussten die Düsen getauscht werden und noch einige Paddocks gespritzt werden. Dabei war ich heute bloß mit dem Auto unterwegs  statt mit dem Quad, was es ne ganze Ecke anstrengender macht. Man muss laufen.... :D

So jetzt habe ich es endlich geschafft, diesen Beitrag fertig zu schreiben,  hat bestimmt 4 Tage gedauert.

Hier kommen noch ein paar Bilder :

 

 

Der Melkstand und die riiiiiiiesigen Milchfilter. Der Wartehof ist immer ziemlich voll.

 

Die kleinen Jersey-Bullen laufen in allen Herden umher, scharren auch mit den Hufen wie ganz große, sind aber harmlos.

Das ist eine von 5 Pivot Beregnungen. Sie bewegen sich langsam und selbstständig. Mit den langen schwarzen Stangen werden die Drähte der Zäune rumtergedrückt und die Räderkönnen drüberfahren.

 

Der Grund warum hier beregnet wird. Zwischen den Bildern liegen 5 m.

Unser Weihnachten

So siehts auf dem Weg zum Fluss runter aus, wo ich des Öfteren meine Mittagspause verbringe.

 

bis denne,

 Ronja

 

 

 

 

 

20Dezember
2015

Die Zeit steht still

Heho Leudis,

Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent gehabt zu haben. Das Sonntag ist, bekommt man hier absolut nicht mit. Die Supermärkte haben alle geöffnen und die Menschen nutzen dieses Angebot auch sehr gut.

Also bin ich Freitag morgen zu der Farm hingefahren, nur 5 Minuten von der 'Stadt' entfernt. Der Manager Dave bewirtschaftet dort 360 ha mit 1100 Kühen. Gemolken werden Kiwicrosskühe, also eine Mischung aus Jersey und Schwarzbunten, aber momentan eher in Richtung Jersey. Es gibt ein relativ kleines Melkkarussel, also mächtig lange Melkzeiten. Die Milchfilter sind gigantisch und die Farm relativ einfach aufgebaut. Vom Melkstand aus hat jede der 2 großen Gruppen seine Seite und die 3te kleine Gruppe bleibt am Melkstand. Hier wird alles mit riiiiiesigen Beregnungsanlagen bewässert. Nach einer Stunde Rundgang und Fahrt war ich also eingestellt und musste nurnoch den Vertrag der Zeitarbeitsfirma unterschreiben und Montag geht es los.
Also gab es noch ein anderes Problem zu lösen: Ich muss ja auch irgendwo wohnen, da auf dem Hof kein Platz ist. Also habe ich mich im Supermarkt etwas umgeschaut und eine Annonce gefunden. Angerufen, angeguckt, eingezogen. Für $150 die Woche wohne ich bei einem älteren Ehepaar im Haus, die einfach ihre ungenutzten Zimmer vermieten. Also wieder Lehrlingszimmerfeeling. Aber für die Zeit wirds wohl reichen, auf dem Campingplatz hätte ich mehr Privatsphäre, aber $40 die Nacht ist mir etwas zu heftig. Nen normales Hostel gibts hier nicht, da hier eher weniger Backpacker unterwegs sind.
Da ich ja noch das Wochenende nicht arbeiten musste, bin ich erst nach Timaru und dann nach Omaru gefahren. Omaru ist bekannt für die verschlafene Stadt im Victoria-Baustil und die Pinguine.
Irgendwann saß hier mal viel Geld, doch dann hat sich die Stadt mit dem Bau der prozigen Gebäude übernommen, sodass viele sehr herruntergekommen sind. Jetzt versuchen Künstler, hier wieder Leben reinzubekommen.
Samstagabend bin ich dann zu den Pinguinkolonien gegangen. Kurz vor Sonnenuntergang kommen sie aus dem Wasser, überqueren die Straße um zu ihren Nistplätzen zu kommen. Ziemlich klein und niedlich.

image



image



(Neben der grünen Box sind sie)

In meinem Zimmer waren mal wieder fast nur deutsche Mädels, wir haben uns noch etwas unterhalten und mit der einen bin ich heute morgen noch losgezogen. Es war Farmers Market, also ein Minimarkt, vielleicht bin ich mit dem Hamelner Wochenmarkt auch einfach zu verwöhnt. Man konnte Beeren, Käse, Brot und andere Leckereien kaufen und auch vieles probieren. Also gabs mal wieder richtigen Käse zwischen die Kauleisten. Auch eine Wiskybutter haben wir probiert, unglaublich lecker. Meine Begleitung hat sich erstmal ein richtiges Brot gekauft (hier Mangelware, es gibt nur Weißbrot und Toast) und es auch sofort halb weggeschnorchelt. Danach sind wir durch einige Galerien und Selbstmachläden gegangen, haben uns eine riesige Modelleisenbahn angesehen und einige urige Buchläden gesehen. Alles und jeder versucht der Stadt wieder das alte Leben einzuhauchen und alles läuft sehr langsam und ohne Eile. Als hätte wer die Uhr angehalten.





image







Auf dem Weg zurück nach Rakaia ist mir erstmal die lustige Landschaft hier aufgefallen. Im einen Augenblick sieht man nur trockene gelbe Weiden und auf der nächsten Anhöhe ist das Gras wieder saftig grün. Die Gegend allgemein erinnert mich sehr an zuhause, man sieht weniger Kühe, hin und wieder mal Schafe und einige Getreidefelder, auf denen die Gerste kurz vor der Totreife steht, der Raps grade seine Blüten verloren hat und der Weizen noch grün ist. Hin und wieder sieht man am Rand auch eine kleine Kirche sehen, was hier eher ungewöhnlich ist.
Heute abend habe ich noch Rakaia erkundet, die Stadt nennt sich "Lachshaupstadt in Neuseeland ".
Neben einem Cafe und einer Tankstelle gibt es ein Hostel mit Bar, zwei Tante Emma Läden, einen Kindergarten und eine Schule und ansonsten einige Landhandel. Auch eine Tierartzpraxis und 2 Werkstätten sind mit von der Partie. In die kleine Kirche habe ich auch ein Blick geworfen, sie ist von innen heftiger geschmückt als alle Häuser im Dorf zusammen. Überall blinkt und leuchtet es.
Die Stadt ist allesdings, auch wenn es die Geschäfte nicht vermuten lassen würden, eher klein und viele Häuser stehen leer oder sind herruntergekommen. Für die Neuseeländer ist diese Stadt perfekt, hier haben sie ihre Landidylle und erreichen Christchurch und Ashburton in ca. ner halben Stunde.

Ich freu mich jetzt erstmal auf morgen, bis denne.

17Dezember
2015

Südinsel und Trümmerstadt

Hallo Freunde.

Am Dienstag kam dann der kulturelle Teil von Wellington. Mittags haben Miriam und ich eine Führung durch das Parlament mitgemacht. Es ist sehr glamourös gebaut, überall sind Holztüren und Mamorfliesen. Meine Top - 3  waren:
Im eigentlichen Parlamentsraum zu stehen. Ich kannte den ja schon aus dem Fernsehen, aber trotzdem interessant den mal in echt zu sehen. Allerdings gefällt mir der Deutsche besser.

Der Rat. Man kann sein Anliegen im Bezug auf Gesetz zum Parlament schicken, die Briefe werden nicht vorgefiltert, sodass jedes Anliegen vom Rat behandelt wird. Auf Wunsch darf man da dann auch vorsprechen.

Die Bilder im ganzen Haus. Bis vor einigen Jahren hat der Präsident auf dem offiziellen Foto eine Perrücke aus weißen, englischen Pferdehaaren getragen, die aussieht wie Bachs Friesur. Keine Ahnung warum man sowas trägt. Insgesamt sind hier viele britische Ähnlichkeiten, die für uns deutsche eher schwierig zu verstehen sind.

Danach ging es dann ins Te Papa, dem Nationalmuseum. Ich war schon lange nicht mehr in einem so informationsreichen und interaktiven Museum und das auch noch mit freiem Eintritt. Auf 5 Etagen verteilt erfährt man viel über die Geschichte von Neuseeland, aus britischer und Maori-Sicht.

Dienstag Abend haben wir dann das letzte Mal zusammen gekocht, es gab Pfannkuchen nach Nickeleit-Rezept. Zufälligerweise haben wir Christian wiedeegetroffen, dem wir schon in Rotorua und Taupo begehnet sind. Zusammen sind wir gegen Mitternacht nochmal den Mount Victoria hochgefahren um uns Wellington bei Nacht anzusehen. Echt eine tolle Stadt, ich komme gerne wieder.

image



Um 2.30 nachts ging es für mich dann zur Fähre, da sie jetzt noch günstiger war. Ab 3.30 ging es dann los, bis wir um 7 Uhr in Picton ankamen. Ich habe mir den Sonnenaufgang angeguckt, leider war es ziemlich wolkig und die Fotos können diese etwas düsteren magischen Momente nicht wiedergeben.

image



Eine relativ lange Zeit ging es im Zickzack durch kleine Bergschluchten und Inseln, wie man auf diesem Google-Screenshot sehen kann.


image



Auf der Süsinsel angekommen für ich gleich runter nach Christchurch. Gegen die am Ende aufkommende Müdigkeit half mit mein Mitfahrer Jonny, den ich in Blenheim aufgegabelt habe. Er kommt aus Auckland, ist Anfang 40, Zimmermann und besucht seinen Vater in Queenstown über Weihnachten, der eine Aprikosen-Plantage hat. Wir haben uns gut unterhalten, was mein Englisch immer besser werden lässt.
Nach 4 1/2 Stunden Fahrt habe ich mir etwas Christchurch angesehen. Das erste was man sieht und hört sind Baustellen. Bei einem Erdbeben vor ca. 5 Jahren ist fast die komplette Stadt zerstört worden, die Aufbauarbeiten kommen nur langsam vorran. Das kleine Shoppingcenter Re:built ist sehr niedlich aus Überseecontainern gebaut, die die Farben des jeweiligen Laden entsprechen. Hat was. Ansonsten ist die Stadt eher traurig und laut. Am besten gefällt mir die Kathedrale, die trotz der Zerstörung immer noch schön aussieht.

image



image



Danach habe ich mir nurnoch ein Bett gesucht und bin eingeschlafen. Nach 12 Stunden Schlaf bin ich relativ früh aufgestanden, denn ich musste weiter nach Ashburton, wo ich ein Gespräch bei einer Zeitarbeitsfirma hatte. Diese Firma arbeitet eine ganze Ecke schneller als meine letzte. Hier musste ich einige Formulare ausfüllen und habe nun morgen früh dort auf der Farm ein Vorstellungsgespräch. Ich bin eigentlich ziemlich zuversichtlich, es gibt meines Wissens nach auch keinen Mitstreiter.
Jetzt verbringe ich diese Nacht in einem Container-Zimmer in Rakaia, dass ich für mich alleine hab, direkt hinter der längsten Straßen und Eisenbahnbrücke Neuseelands.

Bis denne und drückt mir die Daumen.
14Dezember
2015

Hauptstadtflair

Huhu.

Momentan sitze ich im Hostelzimmer und gucke auf Wellington(vom Bett aus :D)



Die letzten Tage waren wir wieder mal relativ viel unterwegs.
Am Freitag habe ich mein Auto in die Werkstatt gebracht. Als ich es abends wieder abgeholt habe, waren wir preislich zum Glück im unteren Bereich des Kostenvoranschlags, was natürlich trotzdem nen ganzer Zacken Geld war. Aber der Meister meinte, dass sonst alles gut aussieht.

Nachmittags haben wir eine Bootstour zu den Maori-Carvings gemacht. Auf einem richtigen Passagierboot ging es 2 Stunden über den Lake Taupo.

Vor noch nicht allzu langer Zeit haben hier Maori-Künstler diese Figuren in den Stein gemeißelt.
Alles an diesem Bild hat eine Bedeutung. War für uns jetzt nicht so mega interessant, aber muss man mal gesehen haben und für ne Bootstour sind wir auch zu haben.

Samstag sind wir dann zu den heißen Quellen in Taupo gefahren. Die waren extrem heiß ( bei 20 Grad Außentemperatur verständlich ), deswegen haben wir fast im Waikato-River gesessen. Danach sind wir ins Schwimmbad gefahren,  wir hatten ja aus dem Hostel schon ausgecheckt und konnten so die Duschen danach auch benutzen.
Der ganz eigentliche Plan war ja, am Samstag oder Sonntag das Tongario Crossing zu machen, eine 7-stündige Wanderung, aber aufgrund des schlechten Wetters haben wir uns zum Glück dagegen entschieden. Die Nacht haben wir trotzdem im Hostel in National Park Village verbracht und die Leute dort waren ziemlich durchgefroren und nass.

Also ging es gleich Sonntag morgen nach Wellington. Nach 4 Stunden Fahrt sind wir nachmittags angekommen und in das beste Hostel der Gegend eingecheckt. Es ist zwar nicht ganz so günstig wie ein normales, dafür haben wir ein 4 Bett Zimmer mit Bad gleich bei und das Hostel ist einfach riesig. Hier sieht man viele ältere Leute rumlaufen und die Küchen sind vergleichsweise leer.
Gestern bin ich also noch mit Miriam den Mt. Victoria hoch gelaufen, obwohl das eher klettern war. Insgesamt ist die Stadt zwischen Bergen gebaut und die sind nicht ganz flach.

Heute sind wir in den Zoo gefahren, der allerdings eher kleiner ist. Ziemlich viele Tiere konnten wir nicht sehen, da die Bäume davor wuchsen oder die Tiere im Schatten lagen.

10Dezember
2015

Schwefelstadt No.2

Haaalllooo.

Am Sonntag ging es dann wieder in das stinkige Rotorua. Wir sind ganze 4 Stunden gefahren und ich war danach auch relativ fertig. Trotzdem sind wir noch ins Reisebüro gegangen, damit Hanne und Miriam noch Aktivitäten buchen konnten. Also sind die beiden gleich am Montag raften gegangen und danach zu einer Maori-Vorstellung. Währenddessen  bin ich etwas durch die Stadt gelaufen und habe sonst gegammelt.
Am Dienstag ging es dann für uns 3 zum Hobbiton Filmset für Herr der Ringe und der Hobbit. Eigentlich hatte ich mich dagegen gewehrt, weil es mir viel zu teuer war, aber die Mädels haben es mir als Ausgleich für Versicherung und Verschleiß ausgegeben. Deswegen sind wir mit dem Auto hingefahren und haben so nochmal 30 Dollar pro Person gespart. Letztlich war es doch sehr schön, denn es war sehr realistisch und die Umgebung wirklich schön.

 



Danach haben wir beschlossen, Weihnachtskekse zu backen, da wir im Hostel einen funktionierenden und sauberen Ofen hatten. Wir haben einfach einen Spritzgebäckteig gemacht und die (deutsche) Chefin des Hostels hat uns Ausstecher geliehen. Die Kekse sind auch schon ziemlich schnell alle geworden :D

 

 

 

Mittwoch haben wir dann unsere Sachen gepackt und sind weiter nach Taupo gefahren. Zwischendurch haben wir noch am Waiotapu Wonderland und an den Huka-Falls halt gemacht, das hab ich ja beides schon gesehen. Nach dem Einchecken im Hostels haben wir mal nen konkreten Plan gemacht, wie und wo es für uns weitergeht. Da ich ja schon bald auf die Südinsel möchte und die Preise für die Fähre vor Weihnachten ziemlich hochgehen. Also werden wir uns schon früher trennen und ich werde durch Wellington nur durchhuschen.

Heute ging es dann endlich zum Fallschirmsprung :D  Aus 15.000 ft Höhe hab ich mich angegurtet an einen anderen Typen aus dem pinken Flugzeug gestürzt. Erstmal fühlt man garnix, nur der Wind ist ziemlich laut. Nach einer Minute fallen hat der Typ dann den Fallschirm aufgemacht und es war einfach nur still. Die Sicht war einfach unglaublich aber am Boden angekommen hatte das ganze mich auch jetzt nicht so wirklich geflasht. Vor allem der Teil mit geöffnetem Fallschirm war einfach schön, aber es war jetzt kein unglaublicher Adrenalinkick mit Suchtgefahr für mich.

 



Morgen fährt mein Auto in die Werkstatt und wird mein Portmonee ziemlich erleichtern.
Ab Sonntag sind wir dann in Wellington und Mittwoch Nacht gehts auf die Fähre.

Bis denne,
Ronja

05Dezember
2015

Lässige Tage in Gizzy

Gestern morgen haben wir ziemlich lang geschlafen und aufgrund der dreckigen Küche unser Frühstück auf nach dem Auschecken an den Strand verlegt.  Da wir Messer, Schalen/Tassen und Löffel hatten, war das kein Problem. Nach dem langen ausgiebigen Frühstück sind wir Postkarten kaufen gegangen und haben uns dann in der Bücherei die Flossen wund geschrieben. Das Gesamtwerk:

image



Nach dem wir bei der Post unser halbes Vermögen in Briefmarken umgetauscht haben, gings endlich zum neuen Hostel das Zimmer beziehen. Danach sind wir einkaufen gegangen, da es endlich mal was richtiges zu essen geben sollte. Wir haben Nudeln mit Hack, Zwiebeln, Mais, Tomaten, Sahne und Möhren gekocht. Das war ein richtiges Festmahl und wir haben uns wirklich die Bäuche vollgeschlagen.

image



Heute haben wir mal wieder lange geschlafen und gegammelt, dann den Plan, surfen zu gehen über Bord geschmissen und sind an den Strand gegangen. Das Wasser ist doch noch seeehr kalt und nur ich war wirklich drinnen. Inzwischen hat jeder irgendwo eine Stelle mit Sonnenbrand, weil dort nicht die Sonnenkrem hinkam. Heute beim einkaufen haben wir einfach so ein Kochbuch geschenkt bekommen, worüber wir uns echt gefreut  haben.

Mein Tageshighlight der neuseeländischen Lebenseinstellung: Beim tanken sah ich kurz vor der Tankstelle zwei Leute ihr Auto (Galaxy-Größe) die letzten Meter schieben. Kurzerhand rannten andere Leute die grade am Tanken waren zum Auto und schoben es einfach mit zur Zapfsäule.

Morgen geht es dann nach Rotorua für 2 Nächte, dann 2 mal Taupo und dann Richtung Wellington, sodass wir noch vor Weihnachten zur Südinsel übersetzen werden. Dort werden sich dann unsere Wege erstmal trennen, da ich vorhabe über Weihnachten zu arbeiten, Hanne im Januar einen Sprachkurs macht und Miriam wwoofen geht. Aber wenn alles so läuft wie wir uns das vorstellen, treffen wir uns im Februar wieder um die Südinsel zu bereisen.

Bis denne,
Ronja

03Dezember
2015

Probeliegen im Sarg :D

Hi,

Gestern morgen ging es dann auch weiter, das Wetter ist momentan oft bedeckt und es regnet auch mal. Unser letztes Hostel war sehr groß, bis 90 Personen können dort schlafen. Viele Leute, die dort leben, arbeiten irgendwo in der Umgebung auf den Plantagen oder in den Städten.

Auf dem Weg nach Whakatane haben wir endlich an der Riesen-Kiwi angehalten. Wirklich interessant war es nicht, dafür hätte man eine Tour mit machen müssen, aber wir haben Kiwipflanzen gesehen und den Shop nebenan besucht. In Whakatane haben wir dann eine Beerenfarm gesehen, die wir dann uns mal angeguckt haben (hab ja eine Obstbaufachkraft dabei).


Danach gings zu einem Wasserfall dicht hinter der Stadt und dann haben wir uns ans Meer gelegt.


Im Hostel haben wir mal wieder ein Zimmer für uns alleine gehabt, allerdings haben wir in einem ehemaligen Bestattungsinstitut geschlafen. Unser Raum war im Keller des Haupthauses und hieß The Dungeon was ja soviel wie Verließ heißt.
Mit den weißen Bettlaken insgesamt eine sehr interessante Erfahrung :D

Leider hatte ich meine Regenjacke in Mt. Manganui vergessen, weswegen ich dort noch einmal vorbeifahren musste, bevor es dann auf den Pacific Coast Highway ging, auf dem wir das Eastcape umrunden werden. Nach 3 Stunden Fahrt (heute durfte Hanne mal fahren) sind wir dann an unserer ersten Übernachtung angekommen. Dazu mussten wir erstmal einen langen engen Schotterweg runter fahren, bis wir direkt am Wasser waren. Das Hostel sieht aus wie ein Baumhaus, überall geht es über Treppen zu einer anderen Hütte. Empfang und Wifi gibts hier nicht, wir haben ein bisschen Weihnachtspost geschrieben und eine Flasche Wein vernichtet.
Heute Nacht um 3 mussten wir noch die Katze aus dem Zimmer schmeißen, die hatte sich hier irgendwie reingeschlichen.


Heute gehts dann weiter, wir wollen den östlichsten Punkt Neuseelands sehen und dann in einem anderen Hostel schlafen, da der eigentliche Plan, bis nach Gisborne durchzufahren, etwas happig ist.

So, inzwischen habe ich wieder Netz und wir sind schon nen Tag weiter.

Nun sind wir endlich bis zum Eastcape gefahren, gefühlte 20 km Schotterstraße, die durch Kuhweiden führte. Auf dem Rückweg ist dieses Bild entstanden.

Zum Leuchtturm hoch mussten wir 750 Stufen bewältigen, ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr wir gekeucht haben. Dann gings wieder zurück zur richtigen Straße, dem Pacific Highway. Anstatt wie geplant in Tokomaru Bay zu übernachten, haben wir uns entschieden, gleich nach Gisborne durchzufahren. Nach über 5 Stunden Fahrt sind wir angekommen und verdammt froh, in diesem Hostel nur eine Nacht bleiben zu müssen. Das Hostel ist ziemlich schäbig und dreckig. Deswegen sind wir kurzerhand zu dem zweiten hier in der Stadt gefahren, haben es uns an geguckt und für die nächsten 2 Nächte gebucht, hier haben wir ja leider schon bezahlt.
Heute Abend haben wir uns mal Fish&Chips gegönnt, weil grosartig Kochen hier flachfällt.

(so dunkel ist es in echt nicht gewesen)