Gaaaanz weit weg !

Ein Jahr am anderen Ende der Welt

Berichte von 02/2016

24Februar
2016

Adrenalin!!!

Heho.

Wir waren also unseren letzten Tag in Hokitika in der Stadt, sind ein bisschen durch die Geschäfte gebummelt und haben uns mit einem Heißgetränk in ein Café gesetzt. Danach waren wir nur noch im Hostel, es hat fast durchgängig geregnet. Als wir dann den nächsten Tag weitergefahren sind, war das Wetter etwas besser. Etwas südlich von Hokitika war ein Baumwipfelpfad, den wir besucht haben.

 


In Franz Joseph Village war unser nächster Stopp. Nach dem Check-in haben wir uns in einer Regenlücke aufgemacht, um eigentlich den Gletscher zu sehen, allerdings war der Weg gesperrt, sodass wir nur auf einen Ausguck gehen konnten. Allerdings konnte man dort den Gletscher 2010 sehen. Durch das Schmelzen ist der Gletscher allerdings zwischen den Bergen verschwunden, aber die Landschaft war schon megamäßig.

Den nächsten Tag ging es weiter am Fox Gletscher vorbei, es hat geschüttelt, meine Mädels sind im Auto geblieben, ich bin wieder bis zu einem Ausguck gelaufen, gleiches Spiel wie gestern.
Also ging es direkt weiter, unser Ziel ist Wanaka. Nach 4h Fahrt sind wir in einer überfüllten Stadt angekommen, dort fand ein Halbtriatlon statt. Außer einkaufen war nicht mehr viel los, das lange Autofahren macht müde.

Am nächsten Tag hatten wir einen Heliflug geplant, es gab kurzzeitig Schwierigkeiten, aber hat alles geklappt. Wir sind auf einem Berg gelandet, der Heli hat eine andere Gruppe wieder zurück mitgenommen und uns wieder abgeholt. Die Aussicht war mega und das Fliegen viel angenehmer als im Flugzeug. Nach gesamt 20 min Flüge und 10 min auf dem Berg waren wir wieder an der Base.

Am Sonntag haben wir uns einen schönen Tag gemacht, nach späten Frühstück sind wir an den See gegangen und haben dort mit nem Eis gesessen (2 von 3 haben sich eingecremt, Nr. 3 ist krebsrot, diesmal nicht ich ?)

Montag ging es auch schon weiter nach Queenstown, auf dem kurzen Weg hat man eine tolle Aussicht.

Da wir noch nicht ins Hostel einchecken konnten, sind wir gleich ins Reisebüro gegangen, Miriam war drauf und dran, endlich ihren Skydive also Fallschirmsprung nachzuholen und ich hatte ja noch meinen Bungee-Jump offen.
Miris Sprung war noch am gleichen Nachmittag, leider haben wir vergeblich gewartet, kurz bevor sie dran war, wurde wegen zu viel Wind abgelassen, ihr Ersatztermin war ein Tag später, zeitgleich mit meinem Bungy.

Für Dienstag hatten wir schon eine Jetboot-Tour geplant. 40 min von Queenstown entfernt ging es für uns in einer Schlucht im Boot im Kreis. Der Fahrer fuhr zickzack, driftete dicht an Steinen vorbei und machte einige scharfe Drehungen, sodass alle schön nass wurden.

Nachmittags überkam mich dann auch ein bisschen Aufregung. Nach gefühlte tausend Mal wiegen und warten ging es dann mit dem Bus 40 min erst auf der Straße, dann Off-Road ziemlich steil den Berg hoch. Oben wurde man in ein Geschirr gesteckt, nochmal gewogen, bis es dann zur Aussichtsplattform ging. Hier konnte man schon mal ein paar Leute springen sehen. Da bekommt man jedenfalls ordentlich Bammel, die Leute scheinen nur ganz kurz über dem Boden abzubremsen und hängen noch soooo lange kopfüber in der Luft?. Nach einer kurzen Erklärung am "Festland" ging's dann schon auf zur Gondel, eigentlich viel zu früh für mich, aber die fangen immer mit den schwersten Menschen an. Also ging's mit der Gondelbahn zur Gondel, es waren zum Glück noch einige Leute da, die vor mir gesprungen sind. Es ging immer sehr schnell, 3 Leute waren damit beschäftigt, alle anzugurten, zur "Sprungschanze" zu befördern und wieder hoch zu holen. Als ich dann an meinen Füße gefesselt wurde, hatte ich schon ziemlich Schuss. Und dann bin ich einfach gesprungen. Man fällt einfach 8 Sekunden kopfüber, bis das Seil einen ziemliche sanft abbremst. Dann fliegt man wieder nach oben, dreht sich und fällt wieder. Das Ganze geht so ca. 4 mal, bis ein richtiges Seils an den Füße einrastet und einen wieder hochzieht. Man könnte auch dann seine Füße entfesseln und sitzend hochfahren, aber ich dachte mir "Warum nicht noch ein bisschen kopfüber wie ein Fisch am Harken hängen?"
Danach war ich noch etwas zitterig auf den Beinen, aber dann ging es ja auch gleich weiter zum Swing, der weltweit größten Schaukel, die 70m Freifall und eine Schwungweite von 300m hat. Ich hab mich dafür entschieden, nicht sitzend, sondern kopfüber zu schaukeln. Man hat echt eine tolle Aussicht. Ich werde versuchen, die Videos vom Bungy und Swing hier mal hier zu verlinken, aber auch die Fotos sagen schon einiges aus.

Swing:

Miriam hat auch ihren Fallschirmsprung gemacht und war begeistert. Abends sind wir noch mit einem Kiwi in eine Bar/Disco gegangen.
Heute morgen sind wir zu einer Bootstour aufgebrochen, was sehr gut war, sonst hätten wir wohl den ganzen Tag im Bett verbracht. Es ging auf dem See vor allem am Ufers entlang, vorbei an den ganzen Uferhäusern, wo alleine die Grundstücke schon seeeehr teuer sind, deswegen Million-Dollar-Cruise. Den restlichen Tag werden wir uns wohl ausruhen, vllt heute abend wieder losziehen, den hier kann man immer sehr gut feiern gehen, es sind sehr viele junge Menschen hier, und alle ihren Adrenalinkick bekommen wollen und danach feiern gehen.

Grüße,
Ronja

17Februar
2016

Fotos der letzten Wochen ( wenn man draufklickt, werden sie größer)

Wharariki Beach und der Sonnenuntergang am Farewell Spit

 

Die Hokitika Gorge mit dem blauem Wasser.

Arthurs Pass bei Regenwetter und meine beiden Anhalter.

17Februar
2016

Abel Tasman und West Coast (Fotos folgen....)

Hallo Freunde, da ich immer noch hinterher hänge, bringe ich euch heute mal auf den neusten Stand. Scheinbar lasse ich langsam nach, es passiert momentan fast zu viel.

Nachdem ich also mein Mega-Walk hinter mich gebracht hatte, hab ich mir wieder zurück in Nelson ein Hostel gesucht, diesmal leider ein recht großes Hostel, ich hab mir mit 3 Jungs das Zimmer geteilt. Ein Geruchserlebnis ;P. Am Mittwoch habe ich mich dann mit Miriam und kurz auch Hanne getroffen. Miriam hatte auf verschiedenen Pferdehöfen gegen Kost und Logis gearbeitet und Hanne geht bis Freitag noch zur Sprachschule. Wir haben uns bei einem Eis gemütlich hingesetzt und grob die wichtigstes Eckpunkte der Weiterfahrt besprochen (und natürlich auch alle anderen unwichtigen Zwischenfälle der letzten Wochen erörtert).

Danach sind Miri und ich nach Motueka gefahren, um dort zu übernachten, denn am nächsten Morgen ging es schon früh wieder los. Um 8:30 Uhr startete die Sicherheitseinweisung in Marahau zum Kajak fahren. Wir haben uns das regenbogenfarbene Kajak ausgesucht und irgendwann ging's dann auch los. Wir hatten viel Spaß auf dem Wasser und haben sogar Seehunde gesehen. Das kurz vor Schluss ziemlich viele hohe Steine im Wasser standen, hat Miri etwas verrückt gemacht, aber wir haben es gut gemeistert. Am Ende hatten wir noch Zeit und haben uns durch die Bucht treiben lassen, bevor um 4 unser Kajak abgeholt wurde. Wir lagen noch am Strand und waren schwimmen, bevor uns ein kleines Motorboot zu unserem Nachtquartier gebracht hat: Einem dort fest vor Anker liegenden Katamaran. Unsere Betten waren unten in dem " Anbau", einem Fischkutter, der sonst als Wohnung der kleinen Gastgeberfamilie diente. Es waren fast Doppelbett-Kojen, ich hatte sogar 2 kleine Bullaugen.

      

Ich bin dann gleich auch vom Dach des Katamarans gesprungen und wir waren nochmal schwimmen und haben eine kleine Sprung-Fotosession gemacht. Dann gab es lecker BBQ und wir haben uns zum Sonnenuntergang aufs Dach gesetzt. Nach ner Runde Skip-Bo ging's dann auch in die Koje.

 

Morgens gab's noch gleich auf dem Boot Frühstück, dann sind wir wieder an Land gegangen, um nun heute von Anchorage zurück nach Marahau zum Auto zu wandern. Wir machen eine Pause am Appletree Bay, bis wir nach 3,5 h ankommen. Zum Glück ist die Strecke einigermaßen eben, dort lässt es sich so ganz gut laufen.

Danach geht es mit nem Eis wieder zurück nach Nelson, bis Sonntag ist etwas ruhiges Programm geplant. Wir sind zum Mittelpunkt von Neuseeland gelaufen und waren eine Runde im Schwimmbad schwimmen. Außerdem haben wir unsere nächsten 2 Wochen geplant und schon mal alle Unterkünfte gebucht, was sich als nicht so ganz einfach erwies, denn momentan ist noch Hauptreisezeit hier in NZ und vor allem aus Queenstown haben wir gehört, das alles 2 Wochen im Voraus ausgebucht ist. Nach langem hin und her telefonieren haben wir jetzt wenigstens Schlafplätze sicher, zu dritt auch schwerer als alleine.

Sonntag haben wir dann eine etwas verkaterte Hanne abgeholt, die hatte nämlich gestern noch auf ihren Abschieds ordentlich angestoßen.

 

Also ging es dann los, 2,5h bis nach Collingwood. Es gab wieder wunderbare Ausblicke auf den Golden Bay, die Straße wund sich die Berge hoch, bis wir auf den schroffen Bergkämmen weiter fuhren, um uns gleich darauf wieder ins Tal zu schlängeln.

 

Nachdem wir unser eigenes Zimmer bezogen haben, ging es zum Wharariki Beach, einer der schönsten und imposantesten Strände in Neuseeland. Mit riesigen Sanddünen und bombenmäßigem Wetter ein absolutes Erlebnis. Dann sind wir weiter zu einem Süßwassersee gefahren, Miriam und ich sind eine Runde geschwommen, das Wasser war viel wärmer als das Meer. Mit dem Sonnenuntergang sind wir zum Startpunkt des Farewell Spit gefahren, einer langen Sanddünen-Spitze, leider nur mit Führung zu erkunden.

 

Nach einer kurzen Nacht ging es schon um 9 weiter. Auch wenn auf der Karte die Entfernung von Collingwood nach Hokitika nicht so weit aussieht, da es nur eine Straße gibt, dauerte es 5,5 h reine Fahrzeit. Miriam hat mich irgendwann abgelöst und ich konnte die Umgebung auch mal richtig genießen. Wir sind relativ lange am Buller-River langgefahren, bis wir Dan an der Westcoast entlang bis zu unserem Hostel gefahren sind. Das Meer (und den State Highway) vorm Fenster haben wir eingecheckt und konnten uns noch aufraffen, bis zur Hokitika Gorge zu fahren. Es ging über eine kleine Hängebrücke, das Wasser ist wirklich so unwirklich blau, es entsteht durch Gesteinsmehl, welches im Wasser verwirbelt wird.

 

Gestern mussten wir also noch das gute Wetter nutzen und sind zum Arthur's Pass gefahren, eine der ersten Verbindung von der Westküste mit der Ostküste. Das Wetter war meiner (nicht von jedem geteilten) Meinung ganz passend und eindrucksvoll. Wir haben einen 1,5 h Wanderung von Arthurs Pass Collage bis in den Pass gemacht, dabei ist Miriam einmal hingefallen. Aus diesem Grund und weil es geregnet hat, sind Hanne und Miriam zurückgetrampt und ich bin gelaufen, für alle eine gute Lösung.

 

 

Nachmittags haben wir uns nur im Zimmer aufgehalten, da nun der große Regen hier angekommen ist.

Heute Morgen sah es auch noch nicht anders aus, allerdings befinden wir uns jetzt auch langsam in der regenreichsten Region von Neuseeland, in manchen Gebieten gibt es grade mal 7 Tage ohne Regen?

Heute morgen gab es auch ein kleines Wunder: Da dieses Hostel eigentlich unser Zimmer anderweitig vermietet hatte, hätten wir eigentlich in ein Doppelzimmer umziehen müssen. Allerdings haben diese Leute um kurz vor 9 abgesagt, so dass wir in unserem 4er Zimmer bleiben dürfen.

Heute werden wir etwas in der Stadt umhergehen, da es hier viele Schmuckläden gibt. Hier ist quasi die Hauptstadt des Greenstone und Knochenschnitzerei. Ansonsten passiert hier heute nicht mehr viel, das Wetter ist echt ausladend.

 

Viele Grüße aus dem (eigentlich) Sonnenschein, ich bin schon sehr gut braun geworden, Top, Shorts und Flipflops sind meine treue Begleitung. Es fühlt sich momentan extrem nach Urlaub an(was es ja auch ist ?)

12Februar
2016

Mein Abel Tasman Coast Track-Challenge

Hallo,
Hab ja länger nix mehr von mir hören lassen, war einfach zuviel los.

In Picton bin ich 2 Nächte geblieben, es war erstaunlich angenehm in dem riesigen Dorm, da jeder Vorhänge vorm Bett hatte.
Eigentlich wollte ich eine Bootstour durch die Marlborough Sounds machen, leider fiel diese ins Wasser, da sich außer mir sonst niemand angemeldet hatte. Also verbrachte ich den Tag mit Bummeln über den kleinen Künstlermarkt und durch die Stadt und einem Besuch des Aquariums. Abends war ein Night-Market, dort kann man sich immer sehr gut durchprobieren, es wurde leckerer Ziegenkäse, Eiscrem, frisches Obst und noch vieles Anderes verkauft und es gab Musik der örtlichen Ukuleleklasse.


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Den nächsten Tag bin ich nach Nelson gefahren, über den Queen-Charlotte-Drive und habe so die Marlborough Sounds von Land aus gesehen.


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In Nelson habe ich nur eine Nacht verbracht, um mich dann abenteuerhungrig auf den Abel Tasman Coast Track zu stürzen, dazu gibt es Auszüge aus meinem "Tagebuch".

Tag 1:  Gegen 12 gings dann wirklich los. Die Vorfreude der letzten Tage schlägt langsam um. Hab ich genug Essen dabei? Hab ich mich vielleicht übernommen? Warum ist der olle Rucksack so schwer obwohl fast alle meine Sachen im Auto liegen? Bleibt mein Auto überhaupt hier oder knackt ein Langfinger es auf? Warum geh ich eigentlich alleine?
Nach dem letzten hin und herpacken geh ich endlich los. Das Boot zurück ist gebucht und das Auto abgeschlossen. Am Parkeingang ärgere ich mich schon über den schweren Rucksack. Trotzem stratze ich fröhlich drauf los. Nach einer halben Stunde bin ich froh meine Wanderschuhe an zu haben. Ich mache ne Pause an nem relativ vollen Strand. Als es weiter geht, werden die mir entgegenkommenden Menschenmassen weniger. Ne Stunde später halte ich öfters an. Warum ist es so heiß? Und warum der Rucksack so schwer? Ich kann jetzt schon nicht mehr. Nach 4 Stunden in der Hitze komme ich an meinem 1. Campingplatz an und will nur noch in den Schatten und Schwimmen, was ich dann auch den restlichen Nachmittag mache.
Eigentlich ist die Aussicht und der Weg schon mega schön.


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Tag 2: Als ich mit dem Tageslicht erwache, ich noch nix. Als ich dann aufstehe, merke ich jeden einzelnen Muskel meiner Beine und die Füße schmerzen auch. Das kann ja was werden.
Nach dem Frühstück gönne ich mir noch eine 2. Runde Schlaf, denn ich möchte eine Low-Tide-Abkürzung nehmen. Ebbe ist erst um 3.30 Uhr,  2 Stunden vorher und danach kann man durch den Sand laufen und spart damit 1 Stunde. Ich (ohne Uhr und Handy) laufe natürlich zu früh los, das Wasser ist noch zu tief. Ein freundlicher Paddelbootfahrer fährt mich über den tiefsten Priel, der Rest geht in kurzer Hose sehr gut. Danach geht es mal auf und ab, bevor ich nach 3 Stunden bei der nächsten offiziellen Hütte ankomme. Ich mache verspätete Mittagspause und gehe ne Runde schwimmen. Allerdings habe ich noch ein ganzes Stück vor mir, der steilste Anstieg steht noch an, gleich danach ging es wieder bergab. Ich weiß nicht was schlimmer war. Ich brauchte garantiert länger als die 2 Stunden, die Wartezeiten sind sehr sportlich berechnet. Währenddessen überlege ich die letzte und längste Etappe stark zu kürzen, mein letztes bisschen Durchhaltevermögen hält mich davon ab, sofort das Wassertaxi zurück umzubuchen. Der Schweiß tropft nur so. Endlich angekommen baue ich schnell mein Zelt auf, um ins Wasser zu hüpfen. Duschen gibt es ja nicht. Inzwischen schmerzt auch der untere Rücken und ich will nurnoch schlafen.


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Tag 3: Mit einem ordentlichen Muskelkater wache ich auf, mit den Hügeln des Sandes unter meinem Zelt auch nicht das erste Mal diese Nacht. Wieder als eine der Letzten starte ich meine Tour. Nach 2 Stunden und einigen Strandwegen komme ich an der Low-Tide-Überquerung an, allerdings noch viel zu früh. Nach 2 Stunden essen und lesen mache ich mich auf, die Bucht zu durchqueren, immernoch zu früh, meine Shorts werden nass. Nach 2 Stunden einigermaßen ebener Strecke durch dichten Wald kommt ein steiler und langer Anstieg, der mich ziemlich ins Schwitzen bringt. Mit einigen Pausen hab ich es dann auch geschafft, schon geht es wieder genauso steil runter, ähnlich anstrengend. Ein Schild verrät mir, das ich noch 1,5 h zu laufen hab, es ist aber schon halb 6. Ich finde eine low-tide Abkürzung und spare eine halbe Stunde. Als ich endlich am wunderbar leeren Strand ankomme, muss ich mich erstmal stärken und gehe mit einem lettischen Mädel schwimmen. Wir treffen dabei einen Stachelrochen, der ganz nah an uns vorbeischwimmt. Ich bin fastziniert, so einen in freier Wildbahn zu sehen, diese Tiere haben es mir irgendwie angetan.
Wir sitzten mit einer anderen Deutschen noch draußen bis es dunkel ist und treffen dabei noch eine Weka (ein laufender Vogel, sieht dem Kiwi ähnlich) und 2 Possums, die etwas zu wenig Angst vor uns haben, und gehen ins Bett.


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Tag 4: Ich wache mitten in der Nacht auf, die Sandfly-Stiche jucken höllisch. Obwohl ich mich regelmäßig mit Repellent einsprühe, bin ich damit übersät. Außerdem schaffe ich es jede Nacht,  mir eins der Viecher im Zelt einzufangen. Sie sind kleiner als Mücken, doch die Stiche werden so groß wie von Bremsen und jucken wie Sau. Nach dem Frühstück am Strand und einer Runde schwimmen sitzte ich noch lange mit der Deutschen im Schatten und unterhalte mich. Wir haben beide nur 2 Stunden zu gehen für heute, allerdingsin entgegengesetzte Richtungen. Gegen halb 11 machen wir uns auf den Weg, ich gehe wieder zurück zum letzten Campingplatz, um mit dem Wassertaxi zurück zum Parkplatz zu fahren. Ich habe mich dazu entschlossen, nicht 7 Stunden den Track zu vollenden, da ich um 3 Uhr trotzdem da sein müsste.
Als ich am Campingplatz ankomme, steht dort ein Wassertaxi und sucht noch Mitfahrer.  Es ist kein Problem mein Ticket jetzt schon zu lösen und so fahre ich 2 Stunden zurück. An den größeren Campingplätzen steigen Leute ein und aus und Kajaks werden aufgeladen. Zurück in Marahau fährt das Boot einfach auf den Anhänger und der Skipper wird zum Treckerfahrer und fährt uns, im Boot sitzend zur Base. Sehr clever, die kleinen Fords der 7000-Baureihe sehen schon ulkig aus. Das letzte Stück laufe ich zum Auto, glücklich, fertig zu sein und es geschafft zu haben.


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03Februar
2016

Sealswimming Fotos

Hier kommen die angekündigten Fotos, sind glaub ich nicht direkt von unserer Gruppe, aber genau so sah es aus.


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03Februar
2016

Spaß bei 16 Grad Wassertemperatur

Hallo,

Jetzt endlich kommt der Bericht meiner letzten (relativ nassen) Tage.

Nachdem ich mich also Sonntagmittag von meinen Gastgebern (und der senilen Katze) verabschiedet habe, ging es nach über Christchurch nach Akaroa, da ich schon in Auckland mein Kamera-Ladegerät verbaselt hab und jetzt langsam mal ein neues brauchte. Der Weg nach Akaroa war unbeschreiblich schön, vor allem in der Abendsonne.

 

Der Ort selber ist ein kleines französisches Dörfchen, hier sind die Franzosen als erstes angekommen und der Ort hat das französische Flair behalten. Die Umgebung am Naturhafen ist einfach unglaublich und das Hostel klein und familiär. Am Montagmorgen ging es dann endlich los: Wie meine Familie schon erraten hatte, ging es für mich zum Delfinschwimmen. Die kleinsten und seltensten Neuseeländischen Hector-Delfine leben in der Bucht und nun sind wir morgens früh, eingepackt im dicke Neoprenanzüge und mit Schnorcheln ausgestattet, in ein Boot gehüpft und haben uns auf die Suche gemacht. Wir haben immer 2-3 Delfine zusammen gesehen, teilweise mit Babys. Da die Delfine nicht gefüttert werden, ist es also komplett freiwillig für sie, sich bei uns aufzuhalten. Wenn die Delfine etwas am Boot geblieben sind, sind wir ins Wasser gestiegen und haben gewartet, dass die an uns vorbeischwimmen. Sie sind dann auch auf ca. 2m rangekommen, allerdings sind sie ziemlich schnell. Alleine das sehen war aber schon toll, es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach dieser etwas kraftzehrenden Aktion habe ich mir dann noch ein Stand-up-Paddelbord geliehen und bin ein bisschen durch die Gegend gecruiset. Abends habe ich einige Leute kennengelernt, wir haben UNO gespielt und mit ein paar Gläsern Wein am Wasser gesessen.

 

Am Dienstag hab ich mich dann auf den Weg von Akaroa nach Kaikoura gemacht, dem eigentlichem Zuhause des Delfinschwimmen (was hier aber auch ne Ecke teurer und komplett ausgebucht ist.

Nach ca. 4 Stunden Fahrt hab ich mit einem anderen deutschen Mädel das Stadtzentrum erkundet und bin dann relativ früh ins Bett gefallen, denn die nächste Begegnung mit Meeresbewohnern war schon geplant. Mittwochmorgen ging es nämlich zum Seehundschwimmen. Auch hier wieder völlig wilde Tiere, wir sind mit dem Boot zu einer kleinen Insel gefahren und haben gewartet, dass ein paar Seehunde schwimmen gehen wollten. Es hat richtig viel Spaß gemacht, ich wäre gerne noch länger als nur 1 Stunde dort geblieben. Definitiv erfolgreicher als das Delfinschwimmen. von Vorteil ist auch, dass diese etwas größeren Veranstalter Tauchbrillen mit Sehstärke haben. Das erleichtert mir das Ganze unglaublich und macht umso mehr Spaß.

Fotos folgen hoffentlich noch.

Heute bin ich dann von Kaikoura nach Picton gefahren, dort wo immer die Fähren ankommen. Hier bleib ich 2 Nächte (und teile mir mit 29 anderen einen Raum), weiß allerdings noch nicht was ich morgen machen werde, wahrscheinlich wieder was mit Wasser.

 

Bis dann,