Gaaaanz weit weg !

Ein Jahr am anderen Ende der Welt

Berichte von 06/2016

18Juni
2016

Back home.... das Ende meiner Reise

Hallo,

Hier kommt jetzt der letzte Abschnitt meiner Reise: die Heimkehr.

 

Am Dienstag Nachmittag bin ich mit dem Bus wieder zurück nach Auckland gefahren. Abends war ich noch  Souvenirs shoppen. Am Mittwoch bin ich ins SeaLife Auckland gefahren, weltweit übrigens auch einer der ersten Unterwassertunnel der Welt. Dort konnte man allerhand Getier angucken, jede Menge Pinguine in einem relativ kleinen Gehege und viele andere einheimische Tiere und Fische. Mein persönliches Highlight waren mal wieder die Stingrays, also Stachelrochen.  Die haben mal eben ne "Flügelspanne" von bis zu 180 cm. Der Tunnel war durch mehrerer Becken gebaut. Sehr cool gemacht, man konnte sich einfach auf ein Förderband stellen und wurde dann da durch gefahren.

 

Und dann ging es auch schon mit etwas Bauchschmerzen in die Nacht, denn Donnerstag ging es schon zurück nach Deutschland.  Nach 11 Stunden zwischen 2 Koreaner ging es zum Lay-Over in ein Hotel in Seoul/Incheon. Man wurde mit einem Idiotensticker versehen und stieg in einen Bus. Wir fuhren 30 Minuten von der Flughafeninsel in die City von Incheon. Dort wurden wir zu einem 4* Hotel geliefert, bekamen Wertmarken fürs Essen und unsere Zimmerkarten. Endlich ein Zimmer gaaanz alleine und was für eins! Nachdem ich erstmal alles erforscht, fotografiert und ausprobiert habe, bin ich eine Runde raus gegangen. Es gab vor allem hohe Häuser zu bewundern, bei meinem Glück wurde ich auch gleich von Zeugen Jehovas angequatscht…irgendwie zieh ich die an.

Das Abendessen war mehr als üppig, großes Buffet mit koreanischen und europäischen Essen. Ich habe noch länger mit einer Deutschen gesprochen, bevor ich in meine Badewanne mit Whirlpoolfunktion gestiegen bin. Es war einfach mega lustig. Morgens ging es nach einem wieder megamäßigen Frühstücken zum Flughafen zurück. Das Hotel hat mich keinen Cent gekostet.

 

Am Flughafen saß ich mit 2 anderen Deutschen rum und wir haben im Duty-Free etwas megateuren Whiskey probiert ?

So insgesamt konnte man den Stopover gut aushalten, man wird ja trotzdem etwas ungeduldig, eigentlich will man ja nun endlich nach Hause.

 

Also noch mal 12 Stunden im Flieger verbracht, er war schön leer, ich hatte die komplette Reihe für mich alleine und konnte noch etwas schlafen. Nach der Landung ging's mit dem Zug zurück, leider hatte meine Family schon rausbekommen, dass ich unterwegs war, dadurch war diese Überraschung schon kaputt. Also war ich dann so gegen 0 Uhr am 11.6 auch wieder zu Hause, nach ziemlich genau 10 Monaten.

 

Und weil die erste Überraschung nicht geklappt hatte, ging es gleich weiter zu einem Überraschung-Geburtstagsbesuch. Diesmal hatte niemand die geringste Ahnung, hab selten jemanden sich so freuen gesehen.

 

Und nun bin ich schon wieder eine Woche zuhause, der Jetlag ist weg und ich schlafe auch wieder normal. Hab schon einige Leute besucht, wurde oft nicht wiedererkannt, hab auch schon zuhause einiges gearbeitet, der Rucksack ist zwar leer, aber noch nicht aufgeräumt. Es geht also mit Highspeed weiter, gammeln kann ich auch noch später.

 

Und weg kann es jetzt auch schon wieder gehen…

 

 

P.S.  Vielen Dank an Alle, die meinen Blog gelesen und verfolgt haben, mal ein Kommentar als Ermutigung oder einfach so hinterlassen haben, es hat mir Spaß gemacht und doch auch relativ regelmäßig funktioniert. Und ich entschuldige mich auch nochmal für die vielen Kuhbilder und Geschichten. Ich freu mich drauf euch alle bald weder persönlich zu treffen.

 

Also ein letztes Mal,

 

Tschüss,
eure Ronja jetzt wieder aus Deutschland.

 

06Juni
2016

The Far North

Hi Friends,

 

Eine kleines Update von mir…

 

Ich bin am Samstag, also an meinen Geburtstag, mit dem Bus nordwärts gefahren. Wir haben einen Stopp an 2 einheimischen Kauri-Blumen gemacht (spricht man auch ganz deutsch aus, nur das R wird leicht gerollt). Früher gab's fast nur diese Bäumer hier, aber die Engländer haben sie großflächig abgeholzt, es wächst sehr langsam und hat dadurch eine große Dichte, aber schwimmt auf dem Wasser. Die Bäumer sind nun geschützt, aber es dauert natürlich, bis so was nachwächst.

 

Diese Bäumer hier sind ca. 2000 Jahre alt.

 

Dann ging es weiter nach Paihia (pai=maori für gut, kommt von:" It's pai here). Und es ist wirklich schön hier, die Gegend nennt sich Bay of Islands, denn es liegen 144 Inseln in dieser großen Bucht. Hier liegt auch Russell, Neuseelands erste Hauptstadt.

 

Am Sonntag ging es dann in einer geführten Bustour zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt von Neuseeland, wo sich der Pazifik und das Tasmanische Meer treffen. (Ganz passend dazu eins meiner momentanen Lieblingslieder: Oceans von Hillsong). Es war ganz nett, wir sind durch einen anderen Kauriwald gelaufen, haben viel über die Maoris und die Geschichte gehört und waren sogar mit den Füße im Meer, für mehr wars zu kalt.

 

Am Cape selber war es etwas behangen, die Linie kann man auch nicht gut erkennen, aber das Tasmanische Meer ist deutlich dunkler als der Pazifik. Leider war die Zeit dort etwas kurz.

 

Dann ging es weiter zu megamäßigen Sanddünen, die wir mit einem Bodyboard runtergerutscht sind. Das hat Spaß gemacht, nur der Aufstieg ist anstrengend. Ein kurzes Video gibt es hier.

Danach ging es mit dem Bus durch ein flaches Flussbett bin an den Ninety-Miles-Beach, der allerdings nur 55 Meilen lang ist. Dieser Strand ist ein offizieller State Highway, also Tempolimit 100 km/h. Hin und wieder bleiben dort auch Autos stecken, weil die Flut zu schnell kommt oder sie auf den trockenen, weichen Sand fahren. Es war lustig, aber ist halt immer das gleiche auf fast 90 Kilometern.

 

Danach ging es zu einem Takeaway, lecker Fish&Chips essen und dann nach Hause. Ganzer Tag rum.

 

Den Montag hab ich mit schlafen und rumlaufen verbracht, das Wetter ist nicht so unheimlich einladend, das Wasser ist durch den Wind eher braun  als blau. Ich bin nach Waitangi gelaufen, dort wurde der berühmte Vertrag von Waitangi unterzeichnet, in dem die Maoris sich der englisch Krone unterstellten. Es gab danach sehr viel Streit und Krieg, da die englische Übersetzung den Briten das gesamte Land übergab, die Maoriübersetzung allerdings nicht. Ziemlich hinterlistig. Irgendwann hat sich die Queen auch dafür entschuldigt, aber ist halt einfach nicht nett gewesen. Man feiert im Februar auch den Waitangi Day, im Gedenken daran, der Vertrag hat ja auch Gutes gebracht.

 

Für morgen wurde leider mein Tauchgang abgesagt, das Wetter ist einfach zu schlecht. Man soll hier aber angeblich fast tropische Bedingungen haben, bunte Fische und Pflanzen. Schade. Wann anders  mal.

 

Zu meiner Freude gab es auch, passend zum Geburtstag, Steuerrückzahlungen. Knapp 600$, nimmt man immer gerne an.

 

Und meine neue Frisur kann man nun auch bewundern, hat nur 5,5 Stunden gedauert.

 

 

02Juni
2016

Einmal Sommer zum Mitnehmen, bitte

Huhu,

Ich mal wieder. Die letzte Woche habe ich mit rumhängen verbracht. Die Maschine zum Zwiebelsortieren funktionierte nicht wie sie sollte, sodass wir dauernd frei hatten. Leider immer nur mit einem "maybe we gonna work tomorrow". Allerdings haben wir nun den Regen der letzten Wochen nachgeholt, so dass wir nicht mal Kartoffeln roden konnten. Und einladend zum rausgehen ist das Wetter auch nicht. An einem Sonnentag bin ich zu den Port Hills gefahren (Hafen-Berge), die noch in Christchurch liegen, von dort hat man einen guten Blick über die Stadt und das Meer und sieht auch die schneebedeckten Gipfel der Southern Alps. Das brachte mich auf die Idee, dort auch mal hinzufahren, ich hab ja einen richtigen Winter übersprungen.

Dafür habe ich mir noch 3 andere deutsche Backpacker mitgenommen und wir sind wieder zum Mount Hutt gefahren, dort war ich ja schon mal im Sommer. Immer noch faszinierende Berge. Also sind wir wieder die steile Schotterpiste hochgedüst, teilweise mussten wir Schotterhaufen umkurven, da die Straße erneuert wurde. Zwischendurch haben wir nein paar Stopps gemacht und den Schlee und die Stille bewundert, bevor wir dann die Schneegrenze überquert haben. Wir hatten selbstverständlich keine Schneeketten drauf, aber der Weg zur Skipiste war grob geräumt und an den entscheidenden Stellen gab's auch Leitplanken(von denen wir keine Benutzung machen mussten). Oben angekommen war es kalt. Ich war ja vorbereitet, aber die anderen trugen teilweise kurze Hosen. Selbst schuld. Wir haben eine kurze Schneeballschlacht veranstaltet und haben Keas getroffen. Das ist eine neuseeländische Papageienart, sehen eher aus wie grüne dicke Vögel, wenn sie fliegen sieht man auch die rotorangen Federn. Sie sind ziemlich neugierig und machen alles kaputt was sie können. Also Autofenster hoch und nix unbeaufsichtigt lassen. Wir kamen auf nen Meter ran. Nach dem obligatorischen Schneeengel und Fotos ging's wieder zurück. War ja schon ziemlich kalt.


Alle anderen Tage habe ich oft mindestens bis mittags im Bett gelegen, mit Eulen von Zuhause geskypt und war schwimmen. Nach einigem Hin und Her hab ich nun auch mein Auto verkaufen können, mit Preisnachlass, aber wenigstens verkauft.


Am Mittwoch, also gestern, gab dann endlich Arbeit, der Motor ist angekommen und montiert. Allerdings haben 2 der Fidschianer andere Arbeit gefunden, sodass wir nur zu 4 an der Maschine waren. Also schön viel und schwer heben für alle. Ich hab heute unter anderem deswegen auch ordentlich Rückenschmerzen. Der andere Grund dafür ist aber mein Rucksack.


Ich habe gestern und heute umhergepackt, gewogen und wieder umhergepackt, ich hab einfach zu viel Zeugs. Heute morgen hab ich dann spontan nochmal Klamotten weggeschmissen und Essen verschenkt, um dann um halb 8 mit 21,4kg im Rucksack und ner übervollen Tasche am Flughafen einzuchecken. (Ich hatte für 20 im Voraus bezahlt, glücklicherweise hat die Dame ohne was zu sagen ein Auge zugedrückt.)

Nach einer kleinen Sicherheitskontrolle (keine Flüssigkeitsbegrenzung, ich hab's sogar geschafft, meine Messer und diesmal auch die Schere im Rucksack zu lassen) saß ich auch schon im Flugzeug nach Auckland, einen kleinen Gedanken daran verschwendent, ob man für 35€ auch sicher am Ziel ankommt. Ich hatte mir nen Fensterplatz reservieren lassen und es hat sich absolut gelohnt. Nach 1:20h im Flugzeug war ich -schwupps- in Auckland. Es war ganze 2 Grad wärmer als Christchurch (wo wir letzte Nacht Frost hatten).


Also in den nächste Bus Richtung Downtown und nach 40 min stand ich also wieder vorm Hostel, da wo alles begann. Bin sogar exakt im gleichen Zimmer wie vor 10 Monaten ?. Ich fands hier damals schon nicht so toll, aber hatte interessanter Weise noch 2 Nächte gut auf meiner Karte für diese Hostelkette, also muss ich die auch nutzen. Das ist und bleibt auch das unschönste Hostel, was ich bewohnt habe.
Auf dem Zimmer bin ich mit fast nur Deutschen (wen wunderts?), lustigerweise studierten 2 davon in Hannover und kommen aus Börry! und Hildesheim. So klein ist die Welt ?.
Den Tag habe ich mit Rumlaufen verbracht und der interessanten Erfahrung, einen Haarschnitt for free zu bekommen. Hier gibt es eine Friseurschule und die angehenden Friseure organisieren sich selber 'Modelköpfe', die Marke Wella stellt alle Utensilien. Leider konnte meine Dame nicht so wirklich so wie ich wollte, eigentlich sollten die blonden Spitzen ab und alles etwas grader, nun habe ich immernoch blonde, dafür grade und superweiche Haare. Und ne neue Erfahrungen gemacht.


Morgen steht noch ein anderer Friseurtermin an, diesmal etwas teurer, man darf gespannt sein. (Das was ich an Friseur in den letzen 15 Monaten gespart habe, kommt jetzt in 2 Tagen? in Zeit und Geld).
Und dann werde ich mich aufmachen in den hohen Norden, nochmal ein bisschen mein Busticket nutzen. Dort sollen es auch knapp an die 20 Grad werden, ist ja schon nen bisschen kalt so. Hoffentlich wirds nicht zu voll mit Leuten, habe festgestellt, das langes Wochenende ist, man feiert hier ja auch Queen's Birthday (obwohl der eigentlich später ist).
Mal sehn wie ich dann Ronja's Birthday verbringen werde.

Bis denne.