Gaaaanz weit weg !

Ein Jahr am anderen Ende der Welt

17Februar
2016

Abel Tasman und West Coast (Fotos folgen....)

Hallo Freunde, da ich immer noch hinterher hänge, bringe ich euch heute mal auf den neusten Stand. Scheinbar lasse ich langsam nach, es passiert momentan fast zu viel.

Nachdem ich also mein Mega-Walk hinter mich gebracht hatte, hab ich mir wieder zurück in Nelson ein Hostel gesucht, diesmal leider ein recht großes Hostel, ich hab mir mit 3 Jungs das Zimmer geteilt. Ein Geruchserlebnis ;P. Am Mittwoch habe ich mich dann mit Miriam und kurz auch Hanne getroffen. Miriam hatte auf verschiedenen Pferdehöfen gegen Kost und Logis gearbeitet und Hanne geht bis Freitag noch zur Sprachschule. Wir haben uns bei einem Eis gemütlich hingesetzt und grob die wichtigstes Eckpunkte der Weiterfahrt besprochen (und natürlich auch alle anderen unwichtigen Zwischenfälle der letzten Wochen erörtert).

Danach sind Miri und ich nach Motueka gefahren, um dort zu übernachten, denn am nächsten Morgen ging es schon früh wieder los. Um 8:30 Uhr startete die Sicherheitseinweisung in Marahau zum Kajak fahren. Wir haben uns das regenbogenfarbene Kajak ausgesucht und irgendwann ging's dann auch los. Wir hatten viel Spaß auf dem Wasser und haben sogar Seehunde gesehen. Das kurz vor Schluss ziemlich viele hohe Steine im Wasser standen, hat Miri etwas verrückt gemacht, aber wir haben es gut gemeistert. Am Ende hatten wir noch Zeit und haben uns durch die Bucht treiben lassen, bevor um 4 unser Kajak abgeholt wurde. Wir lagen noch am Strand und waren schwimmen, bevor uns ein kleines Motorboot zu unserem Nachtquartier gebracht hat: Einem dort fest vor Anker liegenden Katamaran. Unsere Betten waren unten in dem " Anbau", einem Fischkutter, der sonst als Wohnung der kleinen Gastgeberfamilie diente. Es waren fast Doppelbett-Kojen, ich hatte sogar 2 kleine Bullaugen.

      

Ich bin dann gleich auch vom Dach des Katamarans gesprungen und wir waren nochmal schwimmen und haben eine kleine Sprung-Fotosession gemacht. Dann gab es lecker BBQ und wir haben uns zum Sonnenuntergang aufs Dach gesetzt. Nach ner Runde Skip-Bo ging's dann auch in die Koje.

 

Morgens gab's noch gleich auf dem Boot Frühstück, dann sind wir wieder an Land gegangen, um nun heute von Anchorage zurück nach Marahau zum Auto zu wandern. Wir machen eine Pause am Appletree Bay, bis wir nach 3,5 h ankommen. Zum Glück ist die Strecke einigermaßen eben, dort lässt es sich so ganz gut laufen.

Danach geht es mit nem Eis wieder zurück nach Nelson, bis Sonntag ist etwas ruhiges Programm geplant. Wir sind zum Mittelpunkt von Neuseeland gelaufen und waren eine Runde im Schwimmbad schwimmen. Außerdem haben wir unsere nächsten 2 Wochen geplant und schon mal alle Unterkünfte gebucht, was sich als nicht so ganz einfach erwies, denn momentan ist noch Hauptreisezeit hier in NZ und vor allem aus Queenstown haben wir gehört, das alles 2 Wochen im Voraus ausgebucht ist. Nach langem hin und her telefonieren haben wir jetzt wenigstens Schlafplätze sicher, zu dritt auch schwerer als alleine.

Sonntag haben wir dann eine etwas verkaterte Hanne abgeholt, die hatte nämlich gestern noch auf ihren Abschieds ordentlich angestoßen.

 

Also ging es dann los, 2,5h bis nach Collingwood. Es gab wieder wunderbare Ausblicke auf den Golden Bay, die Straße wund sich die Berge hoch, bis wir auf den schroffen Bergkämmen weiter fuhren, um uns gleich darauf wieder ins Tal zu schlängeln.

 

Nachdem wir unser eigenes Zimmer bezogen haben, ging es zum Wharariki Beach, einer der schönsten und imposantesten Strände in Neuseeland. Mit riesigen Sanddünen und bombenmäßigem Wetter ein absolutes Erlebnis. Dann sind wir weiter zu einem Süßwassersee gefahren, Miriam und ich sind eine Runde geschwommen, das Wasser war viel wärmer als das Meer. Mit dem Sonnenuntergang sind wir zum Startpunkt des Farewell Spit gefahren, einer langen Sanddünen-Spitze, leider nur mit Führung zu erkunden.

 

Nach einer kurzen Nacht ging es schon um 9 weiter. Auch wenn auf der Karte die Entfernung von Collingwood nach Hokitika nicht so weit aussieht, da es nur eine Straße gibt, dauerte es 5,5 h reine Fahrzeit. Miriam hat mich irgendwann abgelöst und ich konnte die Umgebung auch mal richtig genießen. Wir sind relativ lange am Buller-River langgefahren, bis wir Dan an der Westcoast entlang bis zu unserem Hostel gefahren sind. Das Meer (und den State Highway) vorm Fenster haben wir eingecheckt und konnten uns noch aufraffen, bis zur Hokitika Gorge zu fahren. Es ging über eine kleine Hängebrücke, das Wasser ist wirklich so unwirklich blau, es entsteht durch Gesteinsmehl, welches im Wasser verwirbelt wird.

 

Gestern mussten wir also noch das gute Wetter nutzen und sind zum Arthur's Pass gefahren, eine der ersten Verbindung von der Westküste mit der Ostküste. Das Wetter war meiner (nicht von jedem geteilten) Meinung ganz passend und eindrucksvoll. Wir haben einen 1,5 h Wanderung von Arthurs Pass Collage bis in den Pass gemacht, dabei ist Miriam einmal hingefallen. Aus diesem Grund und weil es geregnet hat, sind Hanne und Miriam zurückgetrampt und ich bin gelaufen, für alle eine gute Lösung.

 

 

Nachmittags haben wir uns nur im Zimmer aufgehalten, da nun der große Regen hier angekommen ist.

Heute Morgen sah es auch noch nicht anders aus, allerdings befinden wir uns jetzt auch langsam in der regenreichsten Region von Neuseeland, in manchen Gebieten gibt es grade mal 7 Tage ohne Regen?

Heute morgen gab es auch ein kleines Wunder: Da dieses Hostel eigentlich unser Zimmer anderweitig vermietet hatte, hätten wir eigentlich in ein Doppelzimmer umziehen müssen. Allerdings haben diese Leute um kurz vor 9 abgesagt, so dass wir in unserem 4er Zimmer bleiben dürfen.

Heute werden wir etwas in der Stadt umhergehen, da es hier viele Schmuckläden gibt. Hier ist quasi die Hauptstadt des Greenstone und Knochenschnitzerei. Ansonsten passiert hier heute nicht mehr viel, das Wetter ist echt ausladend.

 

Viele Grüße aus dem (eigentlich) Sonnenschein, ich bin schon sehr gut braun geworden, Top, Shorts und Flipflops sind meine treue Begleitung. Es fühlt sich momentan extrem nach Urlaub an(was es ja auch ist ?)