Gaaaanz weit weg !

Ein Jahr am anderen Ende der Welt

06März
2016

Abschied und Neustart

Hallo Freunde, ich lasse auch mal wieder was von mir hören. Gab momentan nen bisschen Wirrwarr, da hatte ich einfach nicht die Ruhe, mich zum Schreiben hinzusetzten.

 

In Queenstown ging es also am nächsten Tag weiter, aus nur einem Bier sind dann doch ein paar mehr geworden und das Wetter hatte sich inzwischen auch eher zu einem Grau verzogen, sodass unsere Begeisterung zum Aufstehen nicht so riesig war. Allerdings hatten wir für relativ wenig Geld eine 90 minütigen Cruise auf dem See gebucht. Als wir am Anleger ankamen, wurde uns schnell klar: Wir senken den Altersdurchschnitt gewaltig. Es war ganz chillig auf dem Wasser, nix besonders, aber war gut. Außer einem Bummel durch die "Stadt", die eher ein stark touristisches Örtchen ist, haben wir nix mehr gemacht, zu fertig vom Adrenalin der letzten Tage.

 

 

Am nächsten Tag wollten wir mal einen der legendären "Fergburger" probieren, aufgrund der Menschenmassen ab Mittag gab es also Burgerfrühstück. Die waren schon echt lecker, aber jetzt nix was ich jetzt irgendwie legendär finden würde. Das ist allerdings die Eiskrem der dazugehörigen Eisdiele. Unglaublich lecker und ne riesige Auswahl! Sowas ist hier eh eher selten, hier isst man eher das Eis aus der 1 kg-Dose. Nachmittags habe ich mich mit Nadja und Eva getroffen, wir sind zusammen von 7!! Monaten hier angekommen. Es war lustig, die beiden mal wieder zu treffen. Am Freitag stand dann der Abschied an, von Queenstown und von meinen Mädels. Erst haben wir noch durch einen Glaskasten in den See geguckt , bevor wie am Flughafen deren neuen Mietwagen abgeholt haben. Für Hanne geht's in ein paar Wochen wieder zurück nach Deutschland, Miriam hat noch 2 Monate hier.

 

 

Ich bin also etwas planlos alleine weiter gefahren, mit dem Ziel irgendwo irgendeine Arbeit zu finden, denn ich brauche wieder Geld. Eigentlich hatte ich mich rechtzeitig gekümmert und auch einige Zusagen bekommen, die dann dooferweise gleichzeitig abgesagt haben. Also bin ich erstmal nach Oramara gefahren. Die Nacht habe ich in einem Privathaus verbracht. Der Besitzer vermietet Zimmer und Betten in seinem Haus und man darf alles mitbenutzen. War irgendwie lustig. Beim Frühstück hat der Besitzer (ein ehemaliger Farmer) dann auch noch einige interessante Sachen erzählt, das Neuseeland nämlich gar nicht immer das ist, wie es scheint, dass überall auch größere Probleme stehen. Also bin ich genauso planlos weiter nach Timaru, mit dem Plan, dort einige Farmen abzuklappern. Allerdings hab ich dann ein ganz frisches Jobangebot gesehen, sofort hingeschrieben und ne halbe Stunde später hatte ich den Job.

 

Also ging's nach meine ersten sonntäglichen Kirchenbesuch hier in Neuseeland auf zu der Farm, um das Quartier zu beziehen. Die Farm liegt ca. 5 Minuten von meiner Vorherigen entfernt, wieder zwischen Christchurch und Rakaia. Es gibt ca. 1400 Kühe zu melken in einem 80er- Karussell mit automatischer Abnahme. Hier arbeiten außer dem Bruder vom Chef und dem Herdenmanager (beide schon ziemlich lange) und noch 1 junges englisches Pärchen und ein neuseeländischer Kerl, alle 3 um die Mitte 20.

Die ersten Tage hab ich erstmal mit Melken, Zäune umstecken, Kühe treiben und Disteln hacken verbracht, alles nix neues. Dafür hab ich erstmal nen Dach überm Kopp und kriege zusätzlich noch Geld.

 

Liebe Grüße,

Ronja